Hunderassen von A bis Z: Übersicht und passende Rasse finden

Welche Hunderassen kommen für dich infrage, wenn du dein Leben mit einem Hund teilen möchtest?
Vielleicht soll er eure Familie begleiten, vielleicht ist es dein erster Hund. Stell dir vor, wie ein gewöhnlicher Tag mit ihm aussieht: Wann habt ihr Zeit füreinander, und wer kümmert sich um ihn, wenn du unterwegs bist?
Viele Rassen wurden zum Hüten, Jagen oder als Begleiter gezüchtet. Diese Aufgaben prägen ihre Bedürfnisse und helfen dir zu verstehen, warum manche Hunde neben Spaziergängen gemeinsame Aufgaben brauchen. Für deine Auswahl zählt deshalb, welche Beschäftigung du regelmäßig bieten kannst. Dazu kommen Zeit für Pflege und ein Budget, das auch laufende Ausgaben und Tierarztbesuche berücksichtigt.
Hunderassen von A bis Z
Gib einen Rassenamen ein oder spring direkt zu einem Buchstaben.
Direkt zum Buchstaben
Keine passende Rasse gefunden. Prüfe die Schreibweise oder nutze „Suche zurücksetzen“.
A
B
T
Was sind Hunderassen?
Hunderassen sind Gruppen von Haushunden, bei denen durch gezielte Zucht vererbbare Eigenschaften über Generationen ausgewählt werden. Sie unterscheiden sich etwa in Größe, Körperbau, Fell und Temperament. Viele Rassen wurden für Aufgaben wie Hüten, Jagen oder das Begleiten von Menschen gezüchtet. Diese Aufgaben helfen dir heute, ihre Anforderungen an Bewegung und Beschäftigung zu verstehen.
Ein Rassestandard beschreibt das angestrebte Aussehen und Wesen einer Rasse. Eine Rassebeschreibung gibt dir damit Orientierung, sagt aber nicht das gesamte Verhalten eines einzelnen Hundes voraus.
Rassehunde, Mischlinge und Hybridhunde
| Begriff | Abstammung | Orientierung und Grenzen für deine Auswahl |
| Rassehund | Er gehört einer bestimmten Rasse an. | Die Rassebeschreibung hilft dir, Größe, Fell und typische Verhaltensmerkmale einzuschätzen. Sie legt die Persönlichkeit des einzelnen Hundes nicht fest. |
| Mischling | Bei einem Mischling treffen unterschiedliche Rasseanteile zusammen. | Besonders bei unbekannter Abstammung lassen sich die spätere Größe, das Fell und das Verhalten eines Welpen schwerer einschätzen. |
| Hybridhund, auch Designer Dog genannt | Meist eine gezielte Kreuzung zweier Rassen: Ein Labradoodle verbindet Labrador Retriever und Pudel, ein Goldendoodle Golden Retriever und Pudel. | Die Elternrassen geben Anhaltspunkte, aber keine planbare Mischung ihrer Eigenschaften. Die Kreuzung ist dadurch noch keine eigenständig anerkannte Hunderasse. |
Eine gezielte Kreuzung bietet keine automatische Gesundheitsgarantie. Auch ein Doodle-Name garantiert keine Allergieverträglichkeit. Prüfe bei allen drei Gruppen den konkreten Hund:
- Welche Eigenschaften und welchen Pflegebedarf zeigt er?
- Was ist über die Gesundheit der Elterntiere und seine eigenen Befunde bekannt?
- Unter welchen Bedingungen wurde er gezüchtet und aufgezogen?
Damit stützt du deine Auswahl auf den Hund und seine Herkunft, statt Rassehunde, Mischlinge oder Hybridhunde pauschal als gesünder oder kränker einzuordnen.
Wie sind Hunderassen entstanden?
Der Haushund entstand durch Domestikation aus Wölfen: Über viele Generationen entwickelten sich Hunde, die mit Menschen zusammenlebten. Das geschah lange vor der Entstehung der heutigen Hunderassen. Die spätere Rassezucht formte aus vorhandenen Hundetypen Hunde für bestimmte Aufgaben.
Menschen brauchten Hunde zur Jagd, zum Hüten und Betreuen von Nutztieren, zum Bewachen von Haus und Hof oder als Begleiter. Je nach Aufgabe wählten sie andere vererbbare Eigenschaften aus. Ein Hund für die Arbeit an einer Herde musste andere Anforderungen erfüllen als ein Hund, der Haus und Hof bewachte.
Innerhalb dieser älteren Hundetypen wurden bestimmte Merkmale weiter ausgewählt. Teilweise kamen Kreuzungen hinzu, um gewünschte Eigenschaften zu verstärken. Viele heutige Rassen wurden erst in der neuzeitlichen Zuchtentwicklung genauer voneinander abgegrenzt. Zuchtvereine organisierten die Zucht; Rassestandards hielten fest, welcher Typ angestrebt wurde.
Für deine Auswahl hilft deshalb auch ein Blick auf die ursprüngliche Arbeit einer Rasse. Sie erklärt, warum Bewegung und passende Beschäftigung bei vielen Hunden so wichtig sind. Welche Aufgaben dein Hund braucht und gern übernimmt, erschließt sich aber nicht allein aus seiner Rassegeschichte.
Die FCI-Gruppen der Hunderassen
Die Fédération Cynologique Internationale (FCI) ist eine internationale Organisation für das Hundewesen. Sie erkennt Rassen an und veröffentlicht deren Standards. Die offizielle FCI-Nomenklatur ordnet die Rassen nach verwandten Aufgaben und Merkmalen in zehn Gruppen ein.
| Gruppe | Offizielle Bezeichnung |
| 1 | Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde) |
| 2 | Pinscher und Schnauzer - Molosser - Schweizer Sennenhunde |
| 3 | Terrier |
| 4 | Dachshunde |
| 5 | Spitze und Hunde vom Urtyp |
| 6 | Laufhunde, Schweisshunde und verwandte Rassen |
| 7 | Vorstehhunde |
| 8 | Apportierhunde - Stöberhunde - Wasserhunde |
| 9 | Gesellschafts- und Begleithunde |
| 10 | Windhunde |
Kategorien wie „Familienhund“ oder „Hund für Anfänger“ richten sich nach deiner Lebenssituation und gehören nicht zur offiziellen FCI-Einteilung. Nicht jeder Eintrag im Dogvers-Verzeichnis ist eine FCI-anerkannte Rasse. Die Anerkennung sagt außerdem nicht, dass ein Hund gesund ist oder zu jeder Haltung passt.
Hunderassen nach Größe
Die Körpergröße hilft dir einzuschätzen, wie viel Platz ein ausgewachsener Hund braucht und wie du ihn sicher führen und transportieren kannst. Kleine, mittelgroße und große Hunderassen sind eine erste Orientierung; ihre ursprünglichen Aufgaben und Beschäftigungsbedürfnisse unterscheiden sich auch bei ähnlicher Größe.
Kleine Hunderassen
Zu den kleinen Hunderassen gehören Chihuahua, Bolonka Zwetna, Malteser und Yorkshire Terrier. Ihre geringe Körpergröße macht sie nicht automatisch ruhig oder anspruchslos. Auch ein kleiner Hund braucht Beschäftigung, Erziehung und Fellpflege. Bei der Auswahl von Wohnungshunden spielt sein Aktivitätsbedarf mit hinein; beim Malteser solltest du außerdem Zeit für das lange Fell einplanen.


Bolonka Zwetna
Ihre geringe Körpergröße macht sie nicht automatisch ruhig oder anspruchslos.
Zum Porträt

Yorkshire Terrier
Auch bei ähnlicher Größe unterscheiden sich Aufgaben und Beschäftigungsbedarf.
Zum PorträtMittelgroße Hunderassen
Beagle, Cocker Spaniel und Border Collie sind Beispiele für mittelgroße Hunderassen. Hinter einer ähnlichen Größe stehen unterschiedliche ursprüngliche Aufgaben: Beagle und Cocker Spaniel gehören zu den Jagdhunden, der Border Collie zu den Hütehunden. Vergleiche deshalb auch ihre Anforderungen an Beschäftigung und Erziehung, bevor du dich nach der Größe entscheidest.

Beagle
Als Jagdhund braucht er Beschäftigung und Erziehung, die zu seinen ursprünglichen Aufgaben passen.
Zum Porträt
Cocker Spaniel
Mittelgroß heißt nicht anspruchslos. Vergleiche seinen Bedarf an Beschäftigung und Erziehung.
Zum Porträt
Border Collie
Für den Hütehund zählen passende Aufgaben und regelmäßiges gemeinsames Training.
Zum Porträt
Große Hunderassen
Labrador Retriever, Golden Retriever, Berner Sennenhund und Deutsche Dogge gehören zu den großen Hunderassen. Für die Auswahl sind Platz und Handhabung wichtig. Die Größe allein sagt wenig über Temperament und Erziehungsbedarf aus.
- Hast du genügend Platz für den ausgewachsenen Hund zu Hause?
- Kannst du ihn sicher führen und bei Bedarf transportieren?
- Hast du Platz für passende Ausrüstung, etwa seinen Schlafplatz und eine Transportbox?
- Passen seine laufenden Kosten für Versorgung, Pflege und Tierarztbesuche in dein Budget?




Hunderassen für Anfänger
Für deinen ersten Hund sollten Erziehung, Beschäftigung und Pflege mit dem vereinbar sein, was du täglich leisten kannst. Die folgenden Anfängerhunde sind Porträtbeispiele für deine Vorauswahl. Beziehe dabei ein, welche Unterstützung du beim Lernen und Training bekommen kannst.
Frage beim Kennenlernen, wie der Hund auf unbekannte Menschen und Hunde reagiert und welche täglichen Abläufe ihm helfen, zur Ruhe zu kommen. Ein Anfängerhund braucht ebenfalls Erziehung. Entscheidend ist, dass sein Verhalten und dein Lernbedarf zur verfügbaren Zeit und Hilfe passen.


Golden Retriever
Zeit für Bewegung, Beschäftigung, Erziehung und regelmäßige Fellpflege einplanen.
Zum Porträt

Cavalier King Charles Spaniel
Herkunft und Gesundheitsinformationen sorgfältig prüfen; ein zugängliches Wesen ersetzt diese Prüfung nicht.
Zum PorträtHunderassen für Familien
Ein Familienhund muss zum Alter deiner Kinder und zu eurem gemeinsamen Tagesablauf passen. Für deine Vorauswahl kommen etwa Labrador Retriever, Golden Retriever und Cavalier King Charles Spaniel infrage.
Wohnsituation und verlässliche Betreuung gehören dazu. Ein Hund, der mit älteren Kindern zurechtkommt, passt nicht automatisch genauso zu einer Familie mit kleinen Kindern. Lerne den Hund kennen und frage nach seinen bisherigen Erfahrungen mit Kindern und vorhandenen Haustieren. Besprich auch, wie er auf Spiel, Besucher und Unruhe im Haushalt reagiert.
- Erwachsene beaufsichtigen die Begegnungen zwischen Hund und Kindern.
- Beim Fressen und Ruhen bleibt der Hund ungestört.
- Ein Rückzugsplatz gibt ihm die Möglichkeit, Abstand vom Familiengeschehen zu nehmen.
Diese Regeln gehören auch bei einem freundlich wirkenden Familienhund dazu.

Labrador Retriever
Der Hund muss zum Alter deiner Kinder und zu eurem Tagesablauf passen.
Zum Porträt


Hunderassen für die Wohnung
Für das Leben in einer Wohnung sind Aktivität, Ruheverhalten und Wohnumfeld wichtiger als die Wohnfläche allein. Dazu gehört auch, wie ein Hund auf Nachbarn und Begegnungen im Treppenhaus oder Aufzug reagiert und wie viel er bellt. Die Porträts von Havaneser, Malteser und Whippet helfen dir, diese Anforderungen zu vergleichen.

Havaneser
Regelmäßige Spaziergänge und gemeinsame Aktivitäten außerhalb der Wohnung einplanen.
Zum Porträt


Bewegung und Beschäftigung
Plane regelmäßige Spaziergänge und gemeinsame Aktivitäten außerhalb der Wohnung ein. Ein kleiner, lebhafter Hund kann mehr Beschäftigung brauchen als ein größerer, ruhiger Hund. Neben körperlicher Bewegung bieten passende gemeinsame Aufgaben, etwa das Suchen von Gegenständen oder Training, geistige Beschäftigung. Überlege, wann beides in deiner normalen Woche verlässlich möglich ist. Auch ein Garten ersetzt diese gemeinsame Zeit nicht.
Alleinbleiben und Betreuung
Übe das Alleinbleiben schrittweise. Wie schnell du vorankommst, richtet sich nach der Reaktion deines Hundes.
- Gehe zunächst kurz durch die Tür und kehre zurück.
- Schließe die Tür bei kurzen Abwesenheiten, wenn der Hund dabei entspannt bleibt.
- Verlängere die Abwesenheit allmählich. Zeigt er Stress, gehe zu einem kürzeren Trainingsschritt zurück.
Sichere die Betreuung, bevor längere Abwesenheiten anstehen. Dein Hund braucht auch dann Gelegenheit, sich zu bewegen, sich zu lösen und Kontakt zu Menschen zu haben. Vereinbare außerdem, wer bei Urlaub, Krankheit oder einem Ausfall der üblichen Betreuung einspringt. Bei anhaltendem Trennungsstress hilft fachkundige Unterstützung beim Training weiter.
Hunderassen für aktive Menschen
Aktive Hunderassen passen zu dir, wenn du ihre Bewegung und Beschäftigung in deiner normalen Woche verlässlich einplanen kannst. Vergleiche dafür die Aktivitäten, die du bereits ausübst, mit der ursprünglichen Aufgabe des Hundes. Lange Spaziergänge, gemeinsame Arbeit und Sprinten stellen unterschiedliche Anforderungen.

Australian Shepherd
Passende Aufgaben statt nur langer Spaziergänge. Lernfähigkeit macht die Haltung nicht einfach; ständiges Auspowern ist kein Ziel.
Zum Porträt
Border Collie
Passende Such-, Apportier- oder Trainingsaufgaben für Kopf und Körper, bei denen du regelmäßig mitarbeitest.
Zum Porträt

Whippet
Spiele mit passenden Hunden ergänzen Spaziergänge im sicher eingezäunten Bereich. Außerhalb bleibt er an der Leine.
Zum PorträtHüte- und Arbeitshunde
Hüte- und Arbeitshunde brauchen passende Aufgaben, nicht nur möglichst lange Spaziergänge. Beim Australian Shepherd und Border Collie prägt die ursprüngliche Hütearbeit ihre Anforderungen. Suchaufgaben, Apportieren oder gemeinsames Training können Kopf und Körper beschäftigen. Wähle Aufgaben, die zum Hund passen und an denen du selbst regelmäßig mitarbeiten möchtest. Hohe Lernfähigkeit bedeutet dabei nicht, dass die Haltung einfach ist oder der Hund ständig ausgepowert werden muss.
Jagdhunde und Windhunde
Der Magyar Vizsla ist ein Jagdhund, der Whippet ein Windhund. Bei Jagdhunden gehört die Motivation, einer Spur oder Beute zu folgen, zur Auswahlentscheidung. Besprich deshalb auch, welche sicheren Bewegungsmöglichkeiten du bieten kannst.
Der Whippet ist ein Sprinter. Neben Spaziergängen können Spiele mit einem passenden Hund in einem sicher eingezäunten Bereich seine Bewegung ergänzen. Außerhalb eingezäunter Flächen bleibt er an der Leine. Prüfe bei der Auswahl, ob die Bewegungsform des Hundes zu deinen geplanten Aktivitäten passt, statt jede aktive Rasse für jede Sportart vorzusehen.
Hunderassen für erfahrene Hundehalter
Hundeerfahrung ist besonders wichtig, wenn die ursprüngliche Arbeit eines Hundes viel Selbstständigkeit, Wachsamkeit oder intensive Zusammenarbeit verlangt.
Der Kangal wurde als Herdenschutzhund zum Bewachen von Schafen gezüchtet. Er arbeitet selbstständig und ist während seiner Arbeit gegenüber Fremden wachsam. Kläre vor der Auswahl, wie du Haltung und Betreuung organisierst und wie du Besuche zu Hause sowie Begegnungen unterwegs verantwortungsvoll begleitest.
Der Kaukasische Owtscharka trifft beim Herdenschutz eigene Entscheidungen. Seine Wachsamkeit und sein Misstrauen gegenüber Fremden verlangen Erfahrung, frühe Gewöhnung an Menschen und andere Tiere sowie geduldige, konsequente Erziehung. Auch hier musst du Besuche und Begegnungen vorausplanen.
Der Malinois braucht enge Zuwendung und anspruchsvolle Beschäftigung für Kopf und Körper. Er ist sensibel; ruhige, einfühlsame Erziehung und positive Kontakte zu Menschen und anderen Tieren sind wichtig.
Beim willensstarken Dogo Argentino prägt die ursprüngliche Jagdaufgabe die Anforderungen. Seine Haltung und Erziehung verlangen Hundeerfahrung, klare Anweisungen, Ruhe und Verantwortungsbewusstsein.

Kangal
Bei der Arbeit selbstständig und gegenüber Fremden wachsam. Haltung, Betreuung, Besuche und Begegnungen vorher planen.
Zum Porträt
Kaukasischer Owtscharka
Erfahrung, frühe Gewöhnung an Menschen und Tiere sowie geduldige, konsequente Erziehung. Besuche und Begegnungen wegen Fremdenmisstrauen planen.
Zum Porträt
Malinois
Sensibel: enge Zuwendung, anspruchsvolle Aufgaben für Kopf und Körper, ruhige, einfühlsame Erziehung und positive Kontakte zu Menschen und Tieren.
Zum Porträt
Dogo Argentino
Jagdaufgabe und Willensstärke berücksichtigen. Haltung und Erziehung brauchen Erfahrung, klare Anweisungen, Ruhe und Verantwortung.
Zum PorträtListenhunde: Welche Regeln gelten für diese Hunderassen?
Für Listenhunde können besondere Auflagen gelten, weil Gesetze bestimmte Rassen und ihre Kreuzungen gesondert einordnen. Einfuhr und Haltung sind dabei zwei verschiedene Fragen: Der Bund regelt das Einführen oder Verbringen aus dem Ausland, die Bundesländer bestimmen die Anforderungen an die Haltung. Welche Regeln deinen Hund betreffen, hängt von seiner Einordnung und dem jeweiligen Bundesland ab.
Nordrhein-Westfalen als Beispiel: Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Bullterrier und ihre Kreuzungen gelten dort nach dem Landeshundegesetz als gefährliche Hunde. Diese rechtliche Kategorie ist kein Urteil darüber, dass jeder einzelne Hund gefährlich ist. Für weitere Rassen und ihre Kreuzungen gibt es eine gesonderte Kategorie mit besonderen Anforderungen.
Wenn du einen Hund der ersten Kategorie in NRW neu halten möchtest, brauchst du grundsätzlich eine Halteerlaubnis. Dafür müssen ein besonderes privates oder öffentliches Interesse und folgende Voraussetzungen vorliegen:
- Du bist volljährig und weist deine Sachkunde grundsätzlich durch eine Bescheinigung des amtlichen Tierarztes nach, sofern du nicht bereits gesetzlich als sachkundig giltst.
- Du belegst deine Zuverlässigkeit mit einem Führungszeugnis.
- Du kannst den Hund sicher an der Leine halten und führen.
- Du weist eine ausbruchsichere und verhaltensgerechte Unterbringung nach.
- Dein Hund ist per Mikrochip gekennzeichnet und durch eine Haftpflichtversicherung mit der vorgeschriebenen Mindestdeckungssumme abgesichert.
Für die gesonderte Kategorie weiterer Rassen gelten grundsätzlich ähnliche Anforderungen. Ein besonderes Interesse an der Haltung ist dort nicht erforderlich; die Sachkunde- und Verhaltensprüfung können auch anerkannte Stellen abnehmen.
In NRW gilt für diese Hunde außerhalb eines sicher abgegrenzten Grundstücks grundsätzlich Leinen- und Maulkorbpflicht. Für Hunde bis zur Vollendung des sechsten Lebensmonats gilt die Maulkorbpflicht noch nicht; die Leinenpflicht bleibt bestehen. Auf ausgewiesenen Hundeauslaufbereichen entfällt die Leinenpflicht. Nach einer amtlichen Verhaltensprüfung kann die Behörde von der Leinen- oder Maulkorbpflicht befreien; für die gesonderte Kategorie weiterer Rassen sind auch Prüfungen anerkannter Stellen möglich. Eine bestandene Prüfung allein ist noch keine Befreiung. Zusätzliche örtliche Leinenregeln musst du weiterhin beachten.
Bei der Einreise nach Deutschland dürfen Pitbull-Terrier, American Staffordshire-Terrier, Staffordshire-Bullterrier, Bullterrier sowie ihre Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden grundsätzlich nicht eingeführt oder verbracht werden. Für weitere Rassen und Kreuzungen kann ebenfalls ein Einfuhrverbot gelten, wenn das Bundesland, in dem der Hund dauerhaft gehalten werden soll, seine Gefährlichkeit gesetzlich vermutet.
Vom Einfuhrverbot gibt es begrenzte Ausnahmen:
- Gesetzlich erfasste Diensthunde öffentlicher Stellen oder fremder Streitkräfte, Blindenhunde, Behindertenbegleithunde sowie Hunde des Katastrophen- und Rettungsschutzes dürfen eingeführt werden.
- Ein Hund darf nach einem vorübergehenden Auslandsaufenthalt an einen Ort in Deutschland zurückkehren, an dem er berechtigt gehalten werden darf.
- Ein vorübergehender Aufenthalt von höchstens vier Wochen ist mit einer Begleitperson ohne Wohnsitz in Deutschland möglich. Eine Verlängerung kann die zuständige Landesbehörde auf Antrag genehmigen, um unbillige Härten zu vermeiden.
Vor der Anschaffung, einem Umzug oder einer Einreise hilft dir diese Prüfliste:
- Kläre mit der zuständigen Behörde, wie dein Hund als Rasse oder Kreuzung eingeordnet wird und ob du ihn einführen beziehungsweise am neuen Wohnort halten darfst.
- Frage nach den nötigen Erlaubnissen, Sachkundenachweisen, Leinen- und Maulkorbregeln sowie dem erforderlichen Haftpflichtnachweis.
- Prüfe zusätzlich im Versicherungsvertrag, ob die tatsächliche Rasse oder Kreuzung angenommen und versichert wird.
Mehr zu diesen Fragen findest du in unserer Information zu Listenhunden.

American Staffordshire Terrier
Regeln hängen von Einordnung und Bundesland ab. Vor der Anschaffung Rasse oder Kreuzung, Einfuhr und Haltung mit der zuständigen Behörde klären.
Zum Porträt
Pitbull Terrier
Regeln hängen von Einordnung und Bundesland ab. Vor der Anschaffung Rasse oder Kreuzung, Einfuhr und Haltung mit der zuständigen Behörde klären.
Zum Porträt
Staffordshire Bullterrier
Regeln hängen von Einordnung und Bundesland ab. Vor der Anschaffung Rasse oder Kreuzung, Einfuhr und Haltung mit der zuständigen Behörde klären.
Zum Porträt
Bullterrier
Regeln hängen von Einordnung und Bundesland ab. Vor der Anschaffung Rasse oder Kreuzung, Einfuhr und Haltung mit der zuständigen Behörde klären.
Zum PorträtFell und Pflegebedarf
Haarverlust und Fellpflege sind zwei verschiedene Auswahlkriterien. Weniger Haare auf dem Sofa können mit mehr Arbeit beim Bürsten und Scheren verbunden sein.
- Bürste das Fell passend zu seiner Länge und Beschaffenheit.
- Beobachte die Haut auf Rötungen, Juckreiz und Wunden.
- Kontrolliere die Ohren regelmäßig auf auffällige Veränderungen.
- Kürze die Krallen, wenn sie sich nicht ausreichend abnutzen.
- Putze die Zähne regelmäßig, möglichst täglich, um Zahnbeläge zu entfernen.
Lass auffällige Haut- oder Ohrenveränderungen tierärztlich abklären. Einzelne Zeichen verraten dir noch nicht ihre Ursache.
Pflegeleichte Hunderassen
Der Whippet hat eine überschaubare Fellpflege. Sein kurzes, glattes Fell wird einmal pro Woche gebürstet; gelegentliches Baden ergänzt die Pflege.
- Kontrolliere seine Ohren regelmäßig auf Anzeichen einer Entzündung.
- Kürze die Krallen, wenn sie sich nicht ausreichend abnutzen.
Beim Beagle entfernt wöchentliches Bürsten lose Haare aus dem kurzen, dichten Doppelfell. Das Fell wird im Winter dichter; im Frühjahr verliert er entsprechend mehr Haare. Er haart auch das ganze Jahr über mäßig. Bade ihn bei Bedarf, etwa wenn er stark verschmutzt ist. Kontrolliere seine Ohren wöchentlich, kürze seine Krallen regelmäßig und putze seine Zähne.
Der Boxer hat kurzes, glänzendes Fell, das du ein- bis zweimal pro Woche mit einer Gummibürste oder einem Pflegehandschuh pflegen kannst. Gelegentliches Baden reicht gewöhnlich aus. Auch bei ihm gehören Ohrenkontrollen, das Kürzen nicht ausreichend abgenutzter Krallen und regelmäßiges Zähneputzen zur Versorgung.
Eine kurze Fellpflegeroutine sagt nichts darüber aus, wie viel Beschäftigung oder Betreuung ein Hund braucht oder wie gesund er ist.
Hunderassen, die wenig haaren
Der Pudel verliert wenig Haare, sein Fell braucht trotzdem regelmäßige Pflege. Bei langem Fell gehören tägliches Bürsten und Kämmen bis zur Haut dazu, damit es nicht verfilzt. Eine kürzere Schur verändert den Aufwand. Du kannst das Scheren lernen oder fachkundige Fellpflege einplanen; regelmäßige Pflege bleibt bei beiden Möglichkeiten nötig.
Auch der Malteser haart wenig. Sein langes Fell braucht ebenfalls regelmäßiges Bürsten, für das du Zeit einplanen solltest.
Wenig Haarverlust bedeutet nicht Allergiefreiheit. Allergene stecken unter anderem in Hautschuppen und Speichel. Wie du auf einen Hund reagierst, hängt auch von deiner individuellen Empfindlichkeit ab; wenige Haare auf dem Sofa versprechen deshalb keine Beschwerdefreiheit.

Whippet
Kurzes Fell ist pflegearm, kann aber haaren. Ohren und Krallen brauchen weiter Aufmerksamkeit.
Zum Porträt
Pudel
Wenig Haarverlust, aber regelmäßige Fellpflege. Das bedeutet keine Allergiefreiheit.
Zum Porträt
Malteser
Wenig Haarverlust, aber regelmäßiges Bürsten des langen Fells. Keine Allergiefreiheit.
Zum Porträt
Boxer / Deutscher Boxer
Fell ein- bis zweimal pro Woche mit Gummibürste oder Pflegehandschuh pflegen; Ohren, nötiges Krallenkürzen und regelmäßiges Zähneputzen einplanen.
Zum PorträtWelche Hunderasse passt zu dir?
Die passende Hunderasse findest du, indem du ihre Anforderungen mit deinem Alltag abgleichst und anschließend den Hund kennenlernst.
- Halte fest, wie deine normale Woche aussieht und welche Zeit du verlässlich anbieten kannst.
- Vergleiche passende Kategorien und Rasseporträts, einschließlich der Wohnsituation, des Fellpflegebedarfs, deiner Erfahrung und deines Budgets.
- Lerne einen Hund mit Unterstützung des Züchters oder Tierheimteams kennen. Besprich Gesundheit, Vorgeschichte und Verhalten.
- Entscheide, ob dieser Hund zu deinem Haushalt passt, statt allein nach dem Aussehen oder Rassenamen auszuwählen.
Zeit, Erfahrung und laufende Kosten
- Plane tägliche Zeit für Versorgung, Bewegung, Erziehung und Beschäftigung anhand deiner Arbeitszeiten und Arbeitswege ein. Rechne mit normalen Werktagen, nicht nur mit freien Wochenenden.
- Kläre, wer den Hund während deiner Abwesenheit betreut und bei Urlaub, Krankheit oder einer Trennung einspringen kann. Sprich die Aufgaben und Zuständigkeiten mit diesen Personen ab.
- Gleiche die Anforderungen an Erziehung mit deiner Erfahrung ab und überlege, welche Unterstützung du beim Training oder in einer Hundeschule brauchst.
- Berücksichtige neben Kaufpreis oder Adoptionsgebühr Futter, Tierarztbesuche und unerwartete Behandlungen.
- Plane auch Ausgaben für Training, notwendiges Zubehör, Fellpflege und Ersatzbetreuung ein.
- Prüfe, welche Kosten du selbst tragen kannst und welchen Versicherungsschutz du vergleichen möchtest.

Gesundheit und Lebenserwartung
Frage nach vorhandenen Gesundheitsunterlagen, bekannten Befunden, Untersuchungen und bisherigen Erkrankungen. Bei einem Welpen helfen dir die verfügbaren Informationen zu seinen Elterntieren und den für die Rasse passenden Untersuchungen. Bei einem erwachsenen Hund sind seine bekannte Vorgeschichte und seine aktuellen Bedürfnisse wichtig. Rassezugehörigkeit, Papiere und eine Kreuzung garantieren weder Gesundheit noch eine bestimmte Lebensdauer.
Wenn du dich zum Beispiel für einen Dackel interessierst, lies im Porträt auch die Angaben zu Gesundheit und Lebenserwartung. Beziehe dabei Alter und bekannte Erkrankungen sowie die Herkunft des Hundes ein, statt dich auf eine Rangliste langlebiger Rassen zu verlassen.
Bei kurzköpfigen Hunden, etwa der Französischen Bulldogge oder dem Mops, kann die verkürzte Schnauze mit verengten oberen Atemwegen verbunden sein und Atembeschwerden begünstigen. Diese Erkrankung heißt brachyzephales obstruktives Atemwegssyndrom (BOAS). Nicht jeder kurzköpfige Hund zeigt klinische Beschwerden; eine Untersuchung klärt, ob und wie der einzelne Hund betroffen ist.
Allergien können bei Rassehunden und Mischlingen durch Stoffe aus der Umwelt oder aus dem Futter ausgelöst werden. Ähnliche Hautbeschwerden können verschiedene Ursachen haben. Achte auf:
- Juckreiz und gerötete Haut.
- Häufiges Lecken oder Kauen an den Pfoten.
- Wiederkehrende Haut- oder Ohrenprobleme.
Lass diese Beschwerden tierärztlich abklären, statt aus den Zeichen selbst auf eine Umwelt- oder Futtermittelallergie zu schließen.
Auch Zähne und Zahnfleisch gehören in deine Auswahlfragen. Achte auf Zahnbeläge; Zahnfleischerkrankungen können Schmerzen verursachen. Eine frühere tierärztliche Kontrolle ist sinnvoll bei:
- Auffälligem Mundgeruch.
- Beschädigten oder lockeren Zähnen.
- Verändertem Kauen, etwa wenn Futter aus dem Maul fällt.
- Nachlassendem Appetit oder Futterverweigerung.
Besprich mit dem Züchter oder Tierheimteam die vorhandenen Gesundheitsinformationen:
- Welche Atemwegs-, Haut-, Ohren- oder Zahnbefunde sind bekannt?
- Welche Untersuchungen wurden beim Hund durchgeführt, und liegen die Ergebnisse vor?
- Welche passenden Untersuchungen und Gesundheitsinformationen gibt es bei einem Welpen zu seinen Elterntieren?
- Welche Behandlungen waren bisher nötig, und wie hat der Hund darauf reagiert?
Züchter oder Tierheim?
Bei einem Züchter kannst du Welpen in ihrem Aufzuchtumfeld kennenlernen und Fragen zur Haltung, zu ihren Elterntieren und zu verfügbaren Gesundheitsinformationen stellen. Lass dir vorhandene Unterlagen zeigen. Ein seriöser Ansprechpartner interessiert sich auch für deine Lebensverhältnisse und hilft dir, einen passenden Welpen auszuwählen.
Im Tierheim besprichst du mit dem Team, was über den Hund, seine Gesundheit, Erfahrungen und sein Verhalten bekannt ist. Du kannst dort auch einen erwachsenen Hund kennenlernen und dich beraten lassen, wie seine Bedürfnisse zu deinem Haushalt passen. Eine unbekannte Vorgeschichte bleibt offen und sollte nicht durch Vermutungen ersetzt werden.
Frage bei beiden Wegen nach bisherigen Erfahrungen mit Kindern, Haustieren, Besuchern und Abwesenheiten. Plane Zeit und Unterstützung für die Eingewöhnung ein. Entscheide anhand der Informationen zum Hund und der Qualität der Beratung.
Welche Versicherungen sind für Hunde sinnvoll?
Wähle Versicherungsschutz nach deinem finanziellen Spielraum und den Vertragsbedingungen. Die Rasse kann zusammen mit Alter, Größe und Haltung für das Angebot eine Rolle spielen. Vergleiche vor einem Abschluss die folgenden Punkte:
- Wird dein Hund mit seiner Rasse und seinem Gesundheitszustand angenommen?
- Wie werden Vorerkrankungen und Ausschlüsse behandelt?
- Welche Selbstbeteiligung trägst du?
- Welche Leistungsgrenzen gelten?
- Ab wann besteht Schutz, und welche Wartezeit ist vereinbart?
- Bis zu welchem Satz der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) werden versicherte Tierarztleistungen erstattet?
Im Angebotsrechner kannst du Angebote anfragen. Wenn du Unterstützung bei der Auswahl brauchst, kannst du einen Beratungstermin vereinbaren.
Hundekrankenversicherung
Eine Hundekrankenversicherung kann je nach Vertrag Behandlungskosten beim Tierarzt abdecken, etwa für Untersuchungen, Medikamente oder stationäre Behandlungen. Entscheidend sind die tatsächlich vereinbarten Leistungen und Ausschlüsse. Sie ist die breitere Auswahl, wenn du auch Behandlungen ohne Operation absichern möchtest. Der Vergleich von Hundekrankenversicherungen hilft dir, Angebote gegenüberzustellen.
Hunde-OP-Versicherung
Eine Hunde-OP-Versicherung konzentriert sich auf vertraglich versicherte Operationen. Sie kommt als engerer Schutz infrage, wenn du andere Behandlungskosten selbst tragen möchtest. Ob Voruntersuchungen und Nachbehandlungen dazugehören, richtet sich nach den Bedingungen; nicht jede Operation ist automatisch versichert. Im Vergleich von Hunde-OP-Versicherungen kannst du diese Unterschiede prüfen.
Hundehalterhaftpflicht
Die Hundehalterhaftpflicht betrifft Schäden gegenüber anderen Menschen und deren Eigentum. Sie kann versicherte Schadenersatzansprüche abdecken und hat einen anderen Zweck als die Behandlungskostenversicherung für deinen eigenen Hund. Welche Schäden und Summen versichert sind, legt der Vertrag fest.
Fazit: Die Hunderasse muss zu deinem Alltag passen
Rasseporträts grenzen deine Auswahl ein. Ob ein Hund zu dir passt, entscheidet sich daran, was du in deiner normalen Woche verlässlich leisten kannst. Bewegung und passende Beschäftigung müssen mit deiner Zeit und Erfahrung vereinbar sein; Pflege und Betreuung brauchen ebenfalls ihren Platz. Ein lernfähiger Hund ist nicht automatisch leicht zu halten, und wenig Haarverlust bedeutet nicht wenig Pflege.
Beim Kennenlernen zeigt sich, wie die Vorauswahl zum konkreten Hund passt. Sein Verhalten, seine bisherigen Erfahrungen und die verfügbaren Gesundheitsinformationen wiegen dabei mehr als ein Etikett wie „Anfängerhund“ oder „Familienhund“. Zu dieser Entscheidung gehört auch, ob du seine laufende Versorgung und unerwartete Tierarztkosten finanziell tragen kannst.
Eigene Tierarztkosten und Schäden gegenüber Dritten sind getrennte Schutzfragen: Hundekrankenversicherung und Hunde-OP-Versicherung haben unterschiedliche Behandlungsumfänge, die Hundehalterhaftpflicht einen anderen Zweck. Welche Absicherung zu deinem Hund und Budget passt, ergibt sich aus seiner Annahme, den vereinbarten Leistungen, Ausschlüssen und deinem verbleibenden Eigenanteil.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Wie viele Hunderassen gibt es weltweit?
Eine abschließende weltweite Gesamtzahl lässt sich nicht aus der Anerkennung eines einzelnen Verbandes ableiten. Die Fédération Cynologique Internationale (FCI), eine internationale Organisation für das Hundewesen, erkennt 364 Hunderassen an (Stand: 5. Oktober 2026). Diese Zahl gilt für die FCI-Anerkennung, nicht für sämtliche Hunderassen und Hundetypen weltweit.
Welche Hunderassen sind am besten für Ersthundebesitzer geeignet?
Labrador Retriever, Golden Retriever, Malteser und Cavalier King Charles Spaniel kommen für deine Vorauswahl infrage, wenn ihre Anforderungen zu deinem Alltag passen. Labrador und Golden Retriever brauchen Bewegung, Beschäftigung und Erziehung; beim Golden Retriever gehört auch regelmäßige Fellpflege dazu. Für einen Malteser musst du ebenfalls Pflegezeit einplanen. Beim Cavalier solltest du Herkunft und Gesundheitsinformationen sorgfältig prüfen. Entscheidend bleiben der einzelne Hund und die Unterstützung, die du beim Lernen und Training bekommen kannst.
Was sind pflegeleichte Hunderassen?
Beim Whippet ist der Fellpflegeaufwand gering, weil sein Fell kurz und glatt ist. Ohren, Krallen, Bewegung und die übrige Versorgung brauchen trotzdem Aufmerksamkeit. Ein Pudel verliert wenig Haare, benötigt aber regelmäßiges Bürsten und Scheren. Wenig Haarverlust bedeutet deshalb nicht automatisch wenig Pflege.
Welche Versicherung ist für Hundehalter wichtig?
Die Hundehalterhaftpflicht betrifft versicherte Schäden, die dein Hund anderen Menschen oder deren Eigentum zufügt. Für Tierarztkosten deines eigenen Hundes kommen eine Hundekrankenversicherung oder ein engerer Schutz durch eine Hunde-OP-Versicherung infrage. Die Krankenversicherung kann auch Behandlungen ohne Operation abdecken, die OP-Versicherung konzentriert sich auf vereinbarte Operationen und zugehörige Leistungen. Welcher Umfang zu dir passt, hängt von deinen finanziellen Möglichkeiten und dem Vertrag ab. Prüfe Leistungen, Ausschlüsse, Selbstbeteiligung und Leistungsgrenzen.
Wie kann man die Angst vor Hunden überwinden?
Nimm deine Angst ernst und suche professionelle Unterstützung, wenn sie deinen Alltag einschränkt. Bei starken Ängsten kann ein Psychotherapeut mit dir klären, welcher Umgang damit sinnvoll ist. Eine schrittweise Auseinandersetzung mit der Angst sollte dann fachlich begleitet werden; erzwinge keine Begegnung mit einem Hund. Eine schnelle oder sichere Heilung lässt sich nicht versprechen.
Welche Hunderasse passt zu mir?
Zu dir passt eine Hunderasse, deren Bedürfnisse du in deiner normalen Woche erfüllen kannst. Gleiche Bewegung, Beschäftigung, Betreuung, Wohnsituation, Hundeerfahrung, Pflegezeit und laufende Kosten mit deinen Möglichkeiten ab. Lerne anschließend den konkreten Hund kennen und frage nach Gesundheit, Vorgeschichte und Verhalten. Ein passender Rassename allein garantiert keine gute gemeinsame Haltung.
Welcher Hund passt in eine Wohnung?
Ein Hund passt in eine Wohnung, wenn seine Aktivität, sein Ruheverhalten und seine Betreuung mit deinem Wohnalltag vereinbar sind. Wohnfläche und Körpergröße allein entscheiden das nicht. Plane Spaziergänge und Beschäftigung außerhalb der Wohnung ein. Berücksichtige auch Bellen sowie Begegnungen mit Nachbarn im Treppenhaus oder Aufzug.
Welche Hunderassen eignen sich für Familien mit Kindern?
Labrador Retriever, Golden Retriever und Cavalier King Charles Spaniel sind mögliche Ausgangspunkte für deine Vorauswahl. Ob ein Hund zu euch passt, hängt auch vom Alter deiner Kinder, eurem Alltag und seinen bisherigen Erfahrungen ab. Keine Rasse ist grundsätzlich kindersicher. Erwachsene müssen Begegnungen beaufsichtigen und dafür sorgen, dass der Hund beim Fressen und Ruhen ungestört bleibt.
Können bestimmte Hunderassen besser alleine bleiben?
Wie gut ein Hund alleine bleibt, hängt vom einzelnen Hund und seiner Gewöhnung ab; keine Rasse garantiert problemloses Alleinbleiben. Beginne mit kurzen Abwesenheiten und verlängere sie nur so weit, wie dein Hund entspannt bleibt. Sichere für längere Abwesenheiten Betreuung und kläre, wer bei Urlaub, Krankheit oder einem Betreuungsausfall einspringt. Bei anhaltendem Trennungsstress ist fachkundige Unterstützung sinnvoll.
Sind Mischlinge automatisch gesünder als Rassehunde?
Nein, eine Kreuzung ist keine Gesundheitsgarantie. Eine britische Halterbefragung zu Cavapoo, Cockapoo und Labradoodle sowie ihren jeweiligen Ausgangsrassen fand bei den untersuchten Hunden bis fünf Jahre keinen allgemeinen Gesundheitsvorteil der drei Kreuzungen. Das Ergebnis gilt nicht für alle Mischlinge. Beziehe die Gesundheit der Elterntiere, die Zuchtbedingungen und die bekannten Befunde des einzelnen Hundes in deine Auswahl ein.
Gibt es vollständig hypoallergene Hunderassen?
Nein, keine Hunderasse ist vollständig allergiefrei. Wenig Haarverlust, etwa beim Pudel, bedeutet nicht, dass keine allergieauslösenden Stoffe abgegeben werden. Auch Hautschuppen und Speichel können Reaktionen auslösen. Ob du Beschwerden bekommst, hängt von deiner individuellen Empfindlichkeit und dem konkreten Hund ab.
Was ist eine FCI-Gruppe?
Eine FCI-Gruppe ist eine von zehn offiziellen Gruppen der Fédération Cynologique Internationale (FCI), einer internationalen Organisation für das Hundewesen. Die Gruppen ordnen Hunderassen nach verwandten Aufgaben oder Merkmalen, etwa als Terrier oder Windhunde. Kategorien wie Familienhund oder Anfängerhund gehören nicht zu dieser offiziellen Einteilung. Für deine Auswahl bleiben Alltag und Bedürfnisse des einzelnen Hundes entscheidend.
Was unterscheidet Hundekrankenversicherung und Hunde-OP-Versicherung?
Eine Hundekrankenversicherung kann auch Behandlungen ohne Operation abdecken, soweit sie vertraglich versichert sind. Eine Hunde-OP-Versicherung konzentriert sich auf vereinbarte Operationen und die dazu versicherten Leistungen. Ob Voruntersuchungen, Nachbehandlungen oder Medikamente dazugehören, bestimmen die Tarifbedingungen. Prüfe bei beiden Varianten auch Ausschlüsse, Selbstbeteiligung und Leistungsgrenzen.
Beeinflusst die Hunderasse den Versicherungsschutz oder Beitrag?
Ja, die Hunderasse kann den Beitrag oder die Annahme beeinflussen. Auch Alter, Größe, Gewicht und Gesundheitszustand können für das Angebot eine Rolle spielen. Prüfe beim konkreten Tarif, ob dein Hund angenommen wird, welche Leistungen versichert sind und wie Vorerkrankungen sowie Ausschlüsse behandelt werden. Die Rasse allein sagt dir nicht, welcher Schutz tatsächlich vereinbart wird.
Martin Markowsky
Versicherungsmakler & Hundeexperte
Das könnte dich auch interessieren
Die besten Hunde OP Versicherungen im Test
Die beste Hundekrankenversicherung im Test: Für dich haben wir von DOGVERS jede von uns bewertete Hundekrankenversicherung übersichtlich und nachvollziehbar für dich verglichen.
Die besten Hunde OP Versicherungen im Test
Wir von DOGVERS haben für dich eine klare und verständliche Übersicht der von uns bewerteten Hunde-OP-Versicherungen zusammengestellt.
Beste Hundehalterhaft-pflichtversicherung Vergleich 2026: Kosten, Leistungen & Testsieger
Die Hundehalterhaftpflichtversicherung schützt dich vor den finanziellen Folgen, wenn dein Hund einem Dritten einen Schaden zufügt.
