Malinois

DOGVERS und Antje Hachmann beschreiben den Malinois

Der Malinois oder auch “Hochleistungssportler auf Drogen”

Was zeichnet den Malinois aus?

Die ursprünglich als Hüte- und Treibhunde gezüchteten Belgischen Schäferhunde unterteilten sich im Laufe ihrer Zucht in vier Varietäten: Malinois, Laekenois, Tervueren und Groenendael. Der Malinois (kurz: Mali) vertritt hier innerlich den Dienst- und Sporthund und optisch eigentlich eher den Schlag der Hyänen. Die Varietät Laekenois sieht aus wie ein verbeamtetes geplatztes Schaf einer bekannten Stofftierfirma, der Tervueren wie ein schizophrener Collie und der Groenendael wie ein stark verkohlter schizophrener Collie. Auf die weiteren Eigenschaften dieser Varietäten wird in eigenen Beschreibungen eingegangen.

Malis sind die brachialsten unter den hier bekannten Schoßhunden. Äußerlich punktet ein Mali, ähnlich der Hyäne, mit einem einfachen und zweckorientierten Exterieur, welches aber sehr gewaltig über die explosiven inneren Eigenschaften hinwegtäuschen kann.

Der durchschnittliche Mali kann durchaus als vollwertiger Wachhund bezeichnet werden. Der Hauptgrund hierfür liegt schlicht in der Tatsache, dass ein Mali niemals schläft. Die mit dem Schlaf einhergehende Entspannung gehört nicht zu dem genetisch gewollten Emotionsschatz des Malis. Diese Rasse wurde tatsächlich nie zu Modezwecken gezüchtet, sondern rein als typischer Gebrauchshund selektiert. Dummerweise bringt diese althergebrachte Zucht auf innere Werte einige Herausforderungen mit sich, wenn man sein Leben mit einem Mali garnieren will.

Gute Nerven

Zuerst sollte der Halter Nerven aus Diamanten mit sich führen; die für die meisten Hunderassen benötigten Nerven aus Stahl sind für Malis nicht ausreichend. Dessen sollte man sich sehr bewusst sein und bestenfalls ein Persönlichkeitsseminar bei den Kampftauchern oder der Legion absolvieren, bevor man sich einen Mali ins Haus holt.

Der Eingangs-Test deiner Nerven wird des Malis liebstes Hobby, das Bellen, sein. Natürlich bellen diese auch auf Kommando, aber eben auch ungefragt. Weil sie es können. Das Kommando „Gib Laut!“ sollte man deswegen besser direkt mit einem Abbruchkommando eintrainieren, sonst wird der zum Bellen aufgeforderte Mali einfach bis an sein Lebensende weiter bellen.
Dieser Umstand macht diese Rasse eigentlich perfekt für Menschen mit fehlendem Gehör oder einer sehr hohen Lärmtoleranz. Im Alter hören sich Malis beim Bellen an wie eine Robbe auf Koks. Um Verwechslungen am Strand zu vermeiden, werden Reisen an die Nordsee für ältere Malis nicht empfohlen. Geht man mit einem Mali in einen Spielpark, ist er dort am liebsten im Belle-Bad.

Manchmal werden Malis in Unkenntnis auch als elegant bezeichnet. Leider haben diese Beobachter wohl nie die Chance gehabt, einem Mail beim „verspeisen“ seiner Mahlzeiten zuzusehen. Ungeübte Betrachter könnten zu dem Schluß kommen, dass Malis zur Nahrungsaufnahme die Sprengsätze benutzen, die sie in ihrem vorherigen Suchauftrag auffinden sollten. Für den Mali gehört es aber eher zum guten Ton, sein „Essen“ direkt beim ersten Bissen mit aller Gewalt komplett in sein Maul zu quetschen – und zwar ohne Rücksicht auf Verluste von Tapeten oder schön angemalten Wänden. Wenn der Mali versucht, alles auf einmal in sein Maul zu stopfen, geschieht das nämlich in einer so abartigen Geschwindigkeit, dass sämtliche losen Teile aus dem Futter entsetzt das Weite suchen. Interessieren tut das den Mali wenig. Er ärgert sich höchstens über den Umstand, dass er seinen Kiefer nicht aushaken kann.

Sollte man ein Selfie mit einem Mali wünschen, sollten dringend Platzwunden und blaue Augen  bei diesem Versuch mit einkalkuliert werden. Wenn du es versuchst, wirst du für diesen Hinweis dankbar sein, da du deinem behandelnden Arzt dann besser den Unfallhergang beschreiben kannst. Ärzte lachen übrigens auch gerne.

Fachmännisch wird der Mali als Psychoköter (kurz: Humbahumbahumba-Tätäräääää) tituliert.  Die genaue Erklärung des Titels blieben die Fachmänner und -frauen schuldig, da gerade Pillenausgabe war. Genetisch hat diese Rasse oftmals kein Bremssystem eingebaut. Einige Sondermodelle der Malis werden als sensibel beschrieben, wirklich bewiesen wurde diese Emotionalität allerdings nie.

Malinois lieben es, wenn alles nach ihrem Plan verläuft. Sie haben feste Tagesstrukturen, die man besser nicht unterbrechen sollte. Alles, was außerhalb der Mali´schen Struktur passiert, wird sofort und dem Verstoß entsprechend durch ihn sanktioniert. Manche Besitzer dürfen so zum Beispiel nur einmal täglich das Haus verlassen. Widersetzt sich der Besitzer und verlässt öfter das Haus, nimmt der Mali einfach die Türen raus. Ganz.

Für wen sind Malinois geeignet?

Grundsätzlich solltest du für einen Malinois genug Kryptonit für dich selbst im Haus haben. Ein großer Hang zur Selbstkasteiung, verbunden mit einer Anstellung bei der Polizei / Bundeswehr oder Securityunternehmen werden aus Sicht des Malis als ideal ihres Halters angesehen. Der ekelhafte Arbeitswille des Malis sollte durch den Halter jederzeit in einem Mindestmaß ausgelastet werden. Machst du dieses nicht, wird dir der Mali sehr schnell zeigen, dass sein Hirn mehr als gut verdrahtet ist und er auch eine große künstlerische Begabung im Bereich des Abrisses sämtlicher ihm habhaft werdenden Gegenstände besitzt. Dabei ist dem Mali herzlich egal ob es dein Haus oder das Auto deines Nachbarn ist. Hauptsache arbeiten!

Solltest du eine Triathlonkarriere mit Hund anstreben, ist der Mali sicher der perfekte Partner in Crime. Hier kann es jedoch auch dazu kommen, dass der Mali dich nach 8 Stunden Training noch fragt, wann ihr denn endlich anfangt.

Ein unausgelasteter Mali ist unruhig und äußerst unausgeglichen. Solltest du solche Zustände nicht kennen, frag mal eine Frau die unter starkem PMS leidet. Dies nimmst du mal 1.000 in einer exponentiellen Funktion – und schon hast du einen gelangweilten Mali beschrieben.

Zusätzlich zu deinem Sport- und Ernährungsprogramm solltest du zwingend in der Lage sein, dem Psychoköter eine grundsolide soziale Erziehung angedeihen zu lassen. Befasse dich ordentlich mit der Rasse, hol dir notfalls früh genug kompetente Hilfe. Dies erspart dir und deinem Versicherer sehr viel unnötigen Schriftverkehr und Ablasshandel.

Was solltest Du über den Malinois noch wissen?

Der Mali sieht nicht nach dem aus, was er tatsächlich an PS auf die Straße nageln kann. Sei dir dessen immer bewusst. Nur weil er ein bisschen eine Hyäne nachahmt, heißt es noch lange nicht, dass er sich auch so benimmt. Malis sind Hochleistungssportler auf LSD und Koks gleichzeitig. Ungelenkt, nicht sozialisiert und ohne Grunderziehung sind Malis so gefährlich in ihren Handlungen, dass Hurricanes noch sehr niedlich dagegen erscheinen. Wird ihre Energie nicht gelenkt und in sinnvolle Tätigkeiten kanalisiert, werden Malis diese oftmals in gesteigerter Aggression ablassen. Wer jemals einen komplett eskalierenden Mali gesehen hat, möchte dies sicher nie wieder. Auch Dein Versicherer wird dir hier nicht nur ein Lied, sondern ganze Arien von singen können.

Hast du den Mali von Anfang an entsprechend sozialisiert, erzogen und immer am individuelle Energielevel ausgelastet: Bravo. du wirst ein Platinstück eines Hundes an deiner Seite haben. Malis lernen schneller als einem manchmal lieb ist und können einmal gelerntes bis ins letzte Körbchen umsetzen und abrufen. Er wird dir ein hervorragender Dienst- oder Wachhund sein, der dich aber auch zeitlebens immer daran erinnern wird, was Arbeitswille gepaart mit Energie in optimaler Form ist.

Und um Himmels willen, vergiss das Abbruchkommando fürs Bellen nicht!

Die häufigsten Erkrankungen beim Malinois

Der Malinois, oft als Variante des Belgischen Schäferhundes bekannt, ist für seine Energie, Intelligenz und Loyalität berühmt. Er ist ein robustes Tier, das in verschiedenen Bereichen eingesetzt wird, von der Polizei- und Militärarbeit bis hin zum Hundesport. Doch trotz seiner Robustheit und Widerstandsfähigkeit ist auch der Malinois anfällig für bestimmte gesundheitliche Probleme. Hier sind einige der häufigsten Erkrankungen, die bei dieser Rasse auftreten können:

  1. Hüftdysplasie: Wie bei vielen größeren Hunderassen ist die Hüftdysplasie eine häufige Erkrankung beim Malinois. Es handelt sich um eine Fehlbildung des Hüftgelenks, die zu Arthrose und Schmerzen führen kann.
  2. Ellbogendysplasie: Dies ist eine weitere orthopädische Erkrankung, die bei Malinois auftreten kann. Sie beeinflusst das Ellenbogengelenk und kann zu Lahmheit und Schmerzen führen.
  3. Progressive Retinaatrophie (PRA): PRA ist eine Augenerkrankung, bei der die Zellen der Netzhaut allmählich absterben, was zu Erblindung führen kann.
  4. Epilepsie: Einige Malinois können anfallartige Zustände oder Epilepsie entwickeln. Während die genaue Ursache oft unbekannt ist, können solche Anfälle mit Medikamenten kontrolliert werden.
  5. Hautprobleme: Allergien und andere Hauterkrankungen können beim Malinois auftreten, was zu Hautirritationen, Haarausfall und Infektionen führen kann.
  6. Herzerkrankungen: Obwohl sie nicht extrem häufig sind, können Malinois auch verschiedene Herzerkrankungen entwickeln.

Um das Risiko dieser und anderer Erkrankungen zu minimieren, ist es wichtig, regelmäßige Tierarztbesuche zur Vorsorge und zur frühzeitigen Erkennung von Problemen durchzuführen. Eine gute Ernährung, regelmäßige Bewegung und allgemeine Pflege können ebenfalls dazu beitragen, die Gesundheit des Malinois zu fördern.

Abschließend sollte man bei der Anschaffung eines Malinois immer darauf achten, einen verantwortungsbewussten Züchter zu wählen, der Gesundheitstests durchführt und auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere achtet. Das hilft, das Risiko erblicher Erkrankungen zu reduzieren und sicherzustellen, dass der Hund einen optimalen Start ins Leben hat.

Pflege- und Ernährungstipps für den Malinois

Der Malinois, bekannt als eine der vier Varianten des Belgischen Schäferhundes, ist ein energiegeladener, intelligenter und loyaler Begleiter. Damit er gesund und glücklich bleibt, sind sowohl eine richtige Pflege als auch eine angepasste Ernährung essentiell. Hier sind einige Tipps, um deinem Malinois das Beste zu bieten:

Pflegetipps für deinen Malinois:

  1. Regelmäßiges Bürsten: Der Malinois hat ein kurzes, dichtes Fell, das besonders während der Haarwechselphasen Pflege benötigt. Ein bis zweimal pro Woche bürsten reicht in der Regel aus, um abgestorbene Haare zu entfernen und das Fell glänzend und sauber zu halten.
  2. Baden: Ein Bad alle paar Monate oder bei Bedarf ist ausreichend. Häufiges Baden kann die natürlichen Öle des Fells entfernen und zu Hautproblemen führen.
  3. Ohren, Augen und Zähne: Überprüfe regelmäßig die Ohren auf Anzeichen von Infektionen oder Parasiten. Die Augen sollten klar und frei von Ausfluss sein. Die Zähne sollten regelmäßig gebürstet werden, um Zahnstein und Zahnfleischerkrankungen vorzubeugen.
  4. Krallen schneiden: Wenn du beim Laufen auf hartem Boden ein Klicken hörst, sind die Krallen deines Malinois wahrscheinlich zu lang und sollten geschnitten werden.

Ernährungstipps für deinen Malinois:

  1. Hochwertiges Futter: Ein Malinois benötigt eine proteinreiche Ernährung. Wähle ein hochwertiges Hundefutter, das Fleisch als Hauptzutat hat und frei von Füllstoffen und künstlichen Zusätzen ist.
  2. Menge und Fütterungsfrequenz: Ein ausgewachsener Malinois sollte täglich zwei Mahlzeiten erhalten, während Welpen häufiger gefüttert werden sollten. Die genaue Futtermenge variiert je nach Alter, Gewicht und Aktivitätsniveau des Hundes.
  3. Frisches Wasser: Stelle sicher, dass dein Malinois immer Zugang zu frischem, sauberem Wasser hat.
  4. Leckerlis in Maßen: Während Leckerlis in der Ausbildung nützlich sein können, solltest du darauf achten, dass sie nur einen kleinen Teil der täglichen Kalorienaufnahme ausmachen.
  5. Vorsicht vor gefährlichen Lebensmitteln: Es gibt viele für Hunde giftige Lebensmittel, wie Schokolade, Trauben, Zwiebeln und Knoblauch. Halte diese fern von deinem Malinois.
  6. Ergänzungen: Bei bestimmten gesundheitlichen Bedingungen kann dein Tierarzt Nahrungsergänzungsmittel wie Glucosamin oder Omega-3-Fettsäuren empfehlen.

Denke daran, dass jeder Malinois ein Individuum ist. Es ist wichtig, seine Bedürfnisse und Vorlieben zu kennen und sich regelmäßig mit einem Tierarzt abzustimmen, um sicherzustellen, dass er die bestmögliche Pflege und Ernährung erhält.

Versicherungsschutz für den Malinois: Warum eine Hundekrankenversicherung oder eine Hunde-OP-Versicherung?

Der Malinois ist für viele nicht nur ein treuer Gefährte, sondern auch ein geliebtes Familienmitglied. Für seine bestmögliche Versorgung bei Krankheit oder Verletzung können die nachfolgend beschriebenen Absicherung sehr hiflreich sein:

Was ist unter einer Hundekrankenversicherung zu verstehen?

Es handelt sich hierbei um eine spezialisierte Versicherung, die die medizinischen Kosten für deinen Malinois im Krankheits- oder Verletzungsfall deckt. Das schließt regelmäßige Checks, Medikation, Diagnosetests und gegebenenfalls spezialisierte Therapien, wie Osteopathie oder Homöopathie, ein. Die genauen Versicherungsleistungen können je nach Anbieter differieren.

Was beinhaltet die Tieroperationsversicherung?

Diese Art von Versicherung konzentriert sich insbesondere auf chirurgische Eingriffe. Sie deckt die Kosten für erforderliche Operationen, die durch Krankheiten, Unfälle oder andere medizinische Gründe bei deinem Malinois notwendig werden. Dies reicht von kleineren Eingriffen, wie einer Wundnaht, bis hin zu großen Operationen, etwa bei Organerkrankungen.

Die Unterscheidung der beiden Versicherungsarten

Das Hauptmerkmal, das die Tiergesundheitsversicherung von der Tieroperationsversicherung abgrenzt, ist ihr jeweiliger Fokus. Während die Gesundheitsversicherung eine weitgefächerte medizinische Versorgung beinhaltet, zielt die Operationsversicherung primär auf chirurgische Maßnahmen ab.

Die Wichtigkeit einer Tierhalterhaftpflicht für Malinois-Besitzer

Ein Malinois bringt unzählige Freudenmomente mit sich. Aber diese gehen Hand in Hand mit Verantwortung. Für jeden Malinois-Besitzer ist es daher ratsam, eine Tierhalterhaftpflichtversicherung zu besitzen.

Was versteht man unter einer Tierhalterhaftpflicht?

Diese spezielle Versicherungsform schützt den Halter vor finanziellen Forderungen, die durch Schäden oder Verletzungen, verursacht durch den Malinois, entstehen könnten. Das beinhaltet sowohl Schäden an Personen als auch an Sachen.

Warum eine Tierhalterhaftpflicht für Malinois-Halter so wichtig ist:

  • Gesetzliche Vorgabe: In vielen Regionen ist eine solche Versicherung gesetzlich für Hundebesitzer vorgeschrieben. Ohne sie riskiert man möglicherweise Strafzahlungen.
  • Finanzielle Absicherung: Ein unerwarteter Vorfall, verursacht durch deinen Malinois, kann erhebliche Kosten nach sich ziehen. Die Versicherung deckt diese potenziellen Ausgaben.
  • Drittschadensabsicherung: Diese Versicherung sichert nicht nur deinen persönlichen Besitz, sondern auch das Eigentum Dritter. Sollte dein Malinois einen Schaden verursachen, sind die Geschädigten durch deine Versicherung abgedeckt.
  • Schutz deiner finanziellen Lage: Ohne entsprechenden Versicherungsschutz könnten im Schadensfall hohe Kosten auf dich zukommen. Die Haftpflichtversicherung gewährleistet hier eine finanzielle Sicherheit.

Zusammengefasst stellt die Tierhalterhaftpflicht für Malinois-Besitzer eine unverzichtbare Absicherung dar, die nicht nur finanziellen Schutz bietet, sondern auch zur verantwortungsbewussten Hundehaltung beiträgt.

Schütze dich vor finanziellen Schäden – jetzt informieren und direkt absichern

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