Unfallversicherung für Hunde: Was ist abgedeckt?

Ein unbeschwerter Spaziergang, ausgelassenes Toben im Park oder ein kurzer Sprint über die Wiese – all das gehört zum Alltag eines glücklichen Hundes. Doch Unfälle passieren schneller, als man denkt: Ein unachtsamer Moment, ein Sturz oder ein Zusammenstoß mit einem anderen Tier kann schwerwiegende Verletzungen nach sich ziehen. In solchen Situationen kann eine Unfallversicherung für Hunde helfen, indem sie die Kosten für die notwendige medizinische Versorgung übernimmt.

Wichtiger Hinweis: Bei der Unfallversicherung für Hunde handelt es sich um eine Operationskosten-Versicherung, die NUR bei einem Unfall leistet. Diese Absicherung ist mit einer Unfallversicherung für Menschen nicht vergleichbar!

Doch was genau deckt diese Versicherung ab, und wo liegen ihre Grenzen? Welche Alternativen gibt es, wenn du eine umfassendere Absicherung möchtest? Hier erfährst du alles, was du wissen musst.

Was deckt eine Unfallversicherung bzw. Unfall-OP-Versicherung für Hunde ab?

Die Unfallversicherung für Hunde konzentriert sich auf Schäden, die durch plötzliche und unvorhersehbare Ereignisse entstehen, sprich dem Unfall. Zu den wichtigsten Leistungen gehören:

1. Tierärztliche Untersuchungen und Diagnostik

Wenn dein Hund in einen Unfall erleidet, ist eine gründliche Untersuchung notwendig. Die Versicherung übernimmt in der Regel die Kosten, wenn es zu einer OP kommt für:

  • Allgemeine Untersuchungen zur Ersteinschätzung
  • Röntgenaufnahmen zur Diagnose von Knochenbrüchen oder inneren Verletzungen
  • Ultraschalluntersuchungen zur Abklärung von Weichteilverletzungen
  • Blutuntersuchungen zur Überprüfung des Allgemeinzustands

2. Notfallbehandlungen und medizinische Versorgung

Nach einem Unfall muss dein Hund oft sofort behandelt werden. Die Versicherung übernimmt hier:

  • Wundversorgung, zum Beispiel das Nähen von Schnittwunden
  • Schmerzmittel und andere notwendige Medikamente
  • Schienen oder Verbände zur Stabilisierung gebrochener Gliedmaßen
  • Notwendige Infusionen, um den Kreislauf zu stabilisieren

3. Operationen nach einem Unfall

Schwere Verletzungen erfordern oft chirurgische Eingriffe. Die Unfallversicherung deckt die Kosten für:

  • Notoperationen, etwa bei inneren Blutungen oder Knochenbrüchen
  • Anästhesie und die damit verbundenen Überwachungskosten
  • Nachsorge, wie Verbandswechsel und Nachkontrollen

Falls du eine umfassendere Absicherung für chirurgische Eingriffe suchst, kann sich eine klassische OP-Versicherung für Hunde: Kosten und Leistungen lohnen. Sie übernimmt nicht nur OP-Kosten nach Unfällen, sondern auch bei krankheitsbedingten Eingriffen.

4. Rehabilitation und Nachsorge

Ein Unfall kann dazu führen, dass dein Hund eine längere Genesungszeit benötigt. Abhängig vom Tarif übernimmt die Versicherung auch:

  • Physiotherapie zur Unterstützung der Heilung
  • Hydrotherapie zur Mobilisierung nach einer Operation
  • Schmerztherapie zur langfristigen Unterstützung
  • Medikamente für die Nachsorge

Welche Schäden sind nicht abgedeckt?

Obwohl die Unfallversicherung bzw. Unfall – OP – Versicherung eine sinnvolle Absicherung darstellt, gibt es einige Ausschlüsse, die du kennen solltest. In der Regel sind nicht versichert:

  • Krankheitsbedingte Behandlungen: Die Unfallversicherung deckt ausschließlich Verletzungen durch Unfälle ab. Chronische oder altersbedingte Erkrankungen sind ausgeschlossen.
  • Vorerkrankungen: Wenn dein Hund bereits vor Abschluss der Versicherung eine Verletzung hatte, wird diese nicht erstattet.
  • Eigenverschulden des Halters: Falls ein Unfall aufgrund von Fahrlässigkeit des Besitzers passiert, etwa durch Missachtung der Leinenpflicht, kann die Versicherung die Erstattung im Zweifel verweigern.
  • Vergiftungen: Viele Tarife schließen Vergiftungen aus, da sie nicht direkt als Unfall gelten, sondern durch die Aufnahme giftiger Stoffe entstehen. Bei der Barmenia Hunde-Unfall-OP-Versicherung sind Vergiftungen als Unfall mit versichert.

Falls du neben Unfallkosten auch Krankheitskosten absichern möchtest, lohnt es sich, verschiedene Arten von Hunde Krankenversicherungen zu vergleichen.

Unfallversicherung vs. Teilversicherung: Was ist die bessere Wahl?

Viele Hundehalter stehen vor der Frage, ob eine reine Unfallversicherung ausreicht oder ob eine Teilversicherung sinnvoller ist.

Unfallversicherung

  • Deckt ausschließlich Unfälle und deren direkte Folgen ab
  • Günstiger als umfassendere Versicherungen
  • Keine Erstattung bei Krankheiten

Teilversicherung

  • Deckt neben Unfällen auch bestimmte Krankheiten ab
  • Kann je nach Tarif Vorsorgeleistungen wie Impfungen enthalten
  • Etwas teurer als eine reine Unfallversicherung

Ob eine Teilversicherung die bessere Wahl ist, hängt von deinen Bedürfnissen und denen deines Hundes ab. Eine ausführliche Gegenüberstellung der Teilversicherung für Hunde: Vor- und Nachteile hilft dir, eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Fazit: Ist eine Unfallversicherung für Hunde sinnvoll?

Eine Unfallversicherung  bzw. Unfall-OP-Versicherung für Hunde ist ideal für Halter, die gezielt gegen unvorhersehbare Verletzungen vorsorgen möchten. Sie übernimmt die Kosten für tierärztliche Behandlungen, Notfälle und Operationen nach Unfällen. Allerdings schützt sie nicht vor Krankheiten, weshalb eine umfassendere Hundeversicherung in vielen Fällen die bessere Wahl sein kann.

Wenn du deinen Hund optimal absichern möchtest, solltest du daher überlegen, ob eine Teil- oder Vollkrankenversicherung die bessere Lösung für dich ist. So kannst du sichergehen, dass dein Vierbeiner in jeder Situation die bestmögliche Versorgung erhält.

Unfall mit einem Hund – Wie hilft die Unfallversicherung?

Max, ein aktiver Labrador, liebt es, über Felder und Wiesen zu rennen. Eines Tages tritt er in ein Loch und verletzt sich schwer am Vorderlauf. Sein Halter bringt ihn sofort zum Tierarzt, wo eine Röntgenaufnahme zeigt, dass ein Knochenbruch vorliegt. Eine Operation ist unumgänglich.

Ohne Versicherung würden die Kosten schnell steigen:

  • Erstuntersuchung und Röntgen: 250 Euro
  • Operation und Narkose: 1.800 Euro
  • Nachsorge und Physiotherapie: 500 Euro

Insgesamt entstehen Behandlungskosten von 2.550 Euro. Da Max eine Unfall-OP-Versicherung hat, übernimmt diese die gesamten Kosten – sein Halter muss sich keine Sorgen um die finanzielle Belastung machen und Max kann sich in Ruhe erholen.

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