DOGVERS bei der Listimania: Martin Markowsky im Gespräch mit Jochen Bendel

Martin Markowsky

September 17, 2026

V4 SpielendHundUndKatz
Listimania Inverview mit Jochen Bendel und Martin Markowsky

Eine Hundekrankenversicherung soll vor allem eines leisten: Wenn dein Hund krank wird, soll er vernünftig behandelt werden können und die versicherten Kosten sollen bezahlt werden. Genau darüber hat unser Geschäftsführer Martin Markowsky bei der Listimania mit Jochen Bendel in einem Interview gesprochen. Was gehört in einen guten Tarif? Wann lohnt sich eine Selbstbeteiligung? Und welche Extras klingen besser, als sie am Ende sind? Martin hat dazu eine ziemlich klare Meinung.

Was uns mit der Listimania verbindet

Hinter der Veranstaltung steht das Institut Forschung Listenhunde e.V. Mit dem Verein arbeiten wir seit einigen Jahren zusammen, selbstverständlich ist der Verein auch Kunde von Dogvers.. Martins Besuch bei der Listimania hatte also auch einen persönlichen Bezug zu unserer Arbeit bei DOGVERS.

Das Institut setzt sich für Listenhunde und ihre Halter ein. Dabei geht es nicht darum, einen Hund allein nach seiner Rasse zu beurteilen. Im Mittelpunkt stehen Hund und Halter als Team und die Frage, was das Verhalten eines Hundes tatsächlich beeinflusst.

Mit Forschung und Aufklärung möchte der Verein starre Rasselisten durch eine bundesweit einheitliche, verhaltensbezogene Regelung ersetzen. Dazu kommt ganz praktische Hilfe: Das Institut unterstützt Tierheime bei der Vermittlung, betreibt Pflegestellen und hilft bei Fragen zu den Landeshundegesetzen.

Dogvers stand bei der Listimania

Erst die wichtigen Leistungen, dann die Extras

Für Martin gehört die Absicherung besonderer Erkrankungen zu den wichtigsten Punkten beim Tarifvergleich. Im Gespräch nennt er unter anderem HD, ED, Patellaluxation und das brachyzephale Syndrom. Solche Erkrankungen werden oft unter dem Begriff „rassespezifische Krankheiten“ zusammengefasst. Schau deshalb genau hin, was ein Tarif hier mitversichert. Eine lange Liste mit anderen Leistungen ersetzt diesen Schutz nicht.

Auch bei der Deckungssumme sollte der Schutz passen. Unbegrenzt klingt natürlich gut und ist aus Martins Sicht sinnvoll, wenn es sich im passenden Tarif umsetzen lässt. Er hält aber auch eine Deckungssumme von 10.000 bis 15.000 Euro für eine mögliche ausreichende Absicherung. Das ist seine Einschätzung, kein Betrag, der automatisch für jeden Behandlungsverlauf reicht.

Bei der Tierarztwahl ist ihm wichtig, dass du selbst entscheiden kannst, zu welcher Praxis du mit deinem Hund gehst. Freie Tierarztwahl gehört für Martin deshalb zu einem guten Schutz dazu. Beim Auslandsschutz wünscht er sich ebenfalls eine möglichst lange Absicherung und nennt im Interview zwölf Monate.

Kann der Versicherer deinem Hund später kündigen?

Ob und wann der Versicherer auf eine Kündigung verzichtet, solltest du dir schon vor dem Abschluss anschauen. Für Martin ist das ein besonders wichtiger Punkt. Er beschreibt im Gespräch Versicherer, die nach einer bestimmten Vertragsdauer auf ihr Kündigungsrecht verzichten, häufig nach drei oder vier Jahren.

Andere versprechen stattdessen ein Fortführungsangebot. Das klingt erst einmal ähnlich, ist aber nicht dasselbe: Bei einem solchen Angebot können sich die Bedingungen ändern.

Für deinen Vergleich heißt das: Schau nicht nur nach dem Wort „Kündigungsverzicht“. Entscheidend ist, was genau zugesagt wird und ab wann die Zusage gilt. Ein Angebot zur Fortführung bedeutet nicht automatisch, dass dein Vertrag unverändert weiterläuft.

Warum eine Selbstbeteiligung nicht automatisch schlecht ist

Du zahlst eine Versicherung und sollst dann trotzdem einen Teil der Rechnung selbst übernehmen? Klingt erst einmal wenig attraktiv. Für Martin lohnt sich aber ein genauerer Blick auf die Rechnung dahinter.

Im Interview nennt er jährliche Selbstbeteiligungen von 250 oder 500 Euro. Dem können, so seine Beispiele, 30 bis 50 Euro weniger Beitrag im Monat gegenüberstehen. Braucht dein Hund in einem Jahr keine Behandlung, bleibt dir diese Beitragsersparnis. Fallen Tierarztkosten an, kommt es darauf an, wie viel du selbst übernimmst und wie viel Beitrag du eingespart hast.

Martin sieht noch einen zweiten möglichen Vorteil: Wenn kleinere Rechnungen zunächst beim Halter bleiben, erwartet er bei solchen Tarifen tendenziell geringere Beitragssteigerungen als bei Tarifen ohne Selbstbeteiligung. Wie sich ein einzelner Tarif tatsächlich entwickelt, lässt sich daraus allerdings nicht sicher vorhersagen.

Bei Listenhunden auch an Rechtsschutz denken

Für Listenhundehalter empfiehlt Martin, gezielt nach einem passenden Rechtsschutzbaustein in der Hundehalterhaftpflicht zu fragen. Im Gespräch mit Jochen Bendel geht es dabei besonders um mögliche Auseinandersetzungen mit Behörden.

Sein Gedanke dahinter: Du sollst deine Position rechtlich vertreten können, ohne dass es allein an den Kosten scheitert. Entscheidend ist deshalb, ob der angebotene Baustein solche Streitigkeiten tatsächlich abdeckt. Geh nicht einfach davon aus, dass Rechtsschutz automatisch zu jeder Hundehalterhaftpflicht gehört.

Martin Markowsky bei Jochen Bendel im Interview

Diese Extras überzeugen Martin nicht

Vorsorgepauschalen, Sterbegeld und Versichertenkarten sind für Martin kein guter Grund, sich für einen Tarif zu entscheiden. Er schaut lieber darauf, was dir eine Leistung tatsächlich bringt und was du dafür bezahlst.

Eine Vorsorgepauschale ist kein geschenktes Geld

100 Euro für Impfungen, Krallenschneiden oder Zeckenmittel klingen erst einmal praktisch. Martin hält dagegen: Auch diese Leistung muss der Versicherer bezahlen und in den Beitrag einrechnen.

In seinem Rechenbeispiel stehen den 100 Euro Leistung insgesamt 130 Euro gegenüber, einschließlich Verwaltungskosten und Versicherungssteuer. Das ist keine allgemeingültige Kalkulation für jeden Tarif. Es zeigt aber, worauf er hinaus will: Nur weil du Geld zurückbekommst, hast du damit noch nicht automatisch gespart.

Sterbegeld gehört für ihn nicht in die Krankenversicherung

Bei Sterbegeldleistungen ist Martins Haltung eindeutig. Die Hundekrankenversicherung soll die Versorgung deines Hundes absichern, solange er lebt und eine Behandlung braucht. Für Ausgaben nach dem Tod seines Hundes würde Martin privat Geld zurücklegen. Für ihn ist das eine andere Aufgabe als die Absicherung von Tierarztkosten.

Eine Versichertenkarte entscheidet nicht über die Direktabrechnung

Eine Karte mit Foto und Namen deines Hundes kann nett aussehen. Ob dein Tierarzt direkt mit der Versicherung abrechnet, entscheidet sie aber nicht.

Martin erklärt im Gespräch: Diese Entscheidung trifft die Praxis. Die Karte allein zeigt dem Tierarzt auch nicht, ob der Versicherungsschutz noch besteht. Wichtiger als die Karte ist deshalb die tatsächliche Möglichkeit zur Direktabrechnung.

Beratung soll nicht mit dem Abschluss aufhören

Wenn später eine Frage oder ein Problem auftaucht, brauchst du einen Ansprechpartner, der dir weiterhilft. Nicht nur jemanden, der dir vorher einen Tarif verkauft hat. Genau das ist Martin wichtig: Verständliche Beratung beim Abschluss und Unterstützung, wenn es darauf ankommt.

Auch den Versicherer selbst nimmt er dabei in den Blick. Erfahrung und finanzielle Stabilität zählen für ihn, weil der Schutz nicht nur heute passen, sondern möglichst auch in fünf oder zehn Jahren noch bestehen soll.

So verstehen wir Beratung bei DOGVERS: Du sollst wissen, was du für deinen Hund abschließt, welche Grenzen der Tarif hat und an wen du dich bei Fragen wenden kannst. 

Nicht einfach einen Vertrag unterschreiben und danach allein dastehen.

Martin Markowsky

Versicherungsmakler & Hundeexperte

Martin Markowsky ist langjähriger Hundehalter, Fachautor und Gründer der DOGVERS GmbH. Praktisches Wissen über Hundehaltung und Tiergesundheit baut er durch das Leben mit seinem Hund Paule und die tägliche Arbeit mit Tierärzten, Hundetrainern und Tierschutzvereinen auf. Als ungebundener Versicherungsmakler mit 20 Jahren Erfahrung und langjähriger Hundehalter berät er praxisnah und ohne Verkaufsdruck. Über 50 Tierschutzvereine vertrauen seiner Arbeit. 2021 wurde er mit dem OMGV Award ausgezeichnet.
Martin Markowsky ist langjähriger Hundehalter, Fachautor und Gründer der DOGVERS GmbH. Praktisches Wissen über Hundehaltung und Tiergesundheit baut er durch das Leben mit seinem Hund Paule und die tägliche Arbeit mit Tierärzten, Hundetrainern und Tierschutzvereinen auf. Als ungebundener Versicherungsmakler mit 20 Jahren Erfahrung und langjähriger Hundehalter berät er praxisnah und ohne Verkaufsdruck. Über 50 Tierschutzvereine vertrauen seiner Arbeit. 2021 wurde er mit dem OMGV Award ausgezeichnet.

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