Hundekrankenversicherung Kündigungsrecht

Martin Markowsky

Juni 11, 2026

V4 SpielendHundUndKatz

Kündigungsrecht bei der Hundekrankenversicherung

Eine Hundekrankenversicherung gehört heute für viele Hundehalter zum Standard. Die Tierarztkosten steigen, Behandlungen werden komplexer, und ein Notfall kann schnell mehrere tausend Euro verschlingen. Damit diese Kosten nicht allein am Hundehalter hängenbleiben, schließen immer mehr Menschen eine Krankenversicherung für ihren Vierbeiner ab. Doch genauso wie beim Menschen gilt: Verträge können auch wieder gekündigt werden – ob regulär zum Vertragsende oder aus besonderen Gründen. In diesem Artikel erfährst du alles, was du zum Kündigungsrecht bei der Hundekrankenversicherung wissen musst: Fristen, Sonderkündigungsrechte, häufige Fehler und praktische Tipps.

Editorial-Foto: Mann sitzt mit seinem Hund auf dem Sofa und prüft Vertragsunterlagen zur Hundekrankenversicherung – Symbolbild für Kündigung.

Warum ist das Kündigungsrecht so wichtig?

Wer einen Versicherungsvertrag unterschreibt, bindet sich damit meist für mindestens zwölf Monate. Viele Tarife verlängern sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn nicht rechtzeitig gekündigt wird. Und auch wenn man zunächst mit den Leistungen zufrieden ist:

  • Beiträge können steigen,
  • der Hund kann andere Bedürfnisse entwickeln,
  • oder ein neuer Anbieter überzeugt mit besseren Konditionen.

Umso wichtiger ist es, die eigenen Kündigungsrechte genau zu kennen. Sie geben dir die Möglichkeit, flexibel auf Veränderungen zu reagieren – ohne dass du in einem unpassenden Vertrag festhängst.

Ordentliche Kündigung – die reguläre Beendigung

Die ordentliche Kündigung bedeutet, dass der Vertrag fristgerecht zum Ende der vereinbarten Laufzeit beendet wird. Typische Eckpunkte:

  • Vertragslaufzeit: In der Regel mindestens 12 Monate.
  • Kündigungsfrist: Meist 3 Monate vor Vertragsende.
  • Automatische Verlängerung: Erfolgt keine rechtzeitige Kündigung, verlängert sich der Vertrag automatisch – meist um ein weiteres Jahr.

Ein Beispiel:

Dein Vertrag begann am 1. Juli 2024. Er läuft zunächst bis 30. Juni 2025. Wenn du ihn nicht bis spätestens 31. März 2025 kündigst, verlängert er sich automatisch bis zum 30. Juni 2026.

Rechtliche Grundlage

Das Kündigungsrecht ergibt sich aus dem Versicherungsvertragsgesetz (VVG) und den Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) des jeweiligen Anbieters.

  • VVG: Regelt, dass private Versicherungsverträge mit ordentlichen Kündigungsfristen beendet werden können.
  • AVB: Hier stehen die Details wie Fristen, Formen (Brief, Mail, Fax) und Sonderregelungen.

Tipp: Lies deine AVB genau durch – manche Anbieter bieten auch kürzere Kündigungsfristen oder nach dem ersten Jahr sogar ein tägliches Kündigungsrecht.

Form & Inhalt der Kündigung

Eine Kündigung muss klar formuliert sein und folgende Angaben enthalten:

  • Name & Anschrift des Versicherungsnehmers
  • Versicherungsnummer
  • Name & ggf. Rasse deines Hundes
  • Genaue Bezeichnung des Vertrags
  • Kündigungswunsch zum Vertragsende („hiermit kündige ich meinen Vertrag fristgerecht zum Ablauf des Versicherungsjahres am …")

Formen der Kündigung:

  • Brief (am besten per Einschreiben)
  • Fax mit Sendebericht
  • E-Mail (wenn im Vertrag zugelassen)
  • Onlineportal des Versicherers

Mehr dazu findest du auch in unserem Ratgeber: Hundekrankenversicherung abschließen & kündigen

Häufige Fehler bei der ordentlichen Kündigung

  1. Frist verpasst – einer der Klassiker.
  2. Kein Nachweis – nur telefonisch gekündigt, ohne schriftlichen Beleg.
  3. Falsches Datum angegeben – Kündigung auf „sofort" formuliert, obwohl nur zum Vertragsende möglich.
  4. Unklare Angaben – ohne Versicherungsnummer oder Name des Hundes.

Die Folge: Die Kündigung ist unwirksam und der Vertrag läuft weiter.

Kündigungsfristen im Überblick:

Situation Übliche Frist Hinweis
Ordentliche Kündigung 3 Monate Gilt bei vielen Anbietern; prüfe deine AVB.
Mehrjahresvertrag Erst nach Mindestlaufzeit Danach wieder 3 Monate zum Versicherungsjahresende.
Tägliches Kündigungsrecht teils nach 12 Monaten Von einzelnen Anbietern angeboten (AVB maßgeblich).

Die Hundehalterhin schaut sich die Kündigungsunterlagen ihrer Hundekrankenversicherung mit ihrem Hund an

Die ordentliche Kündigung ist der Standardweg, um eine Hundekrankenversicherung zu beenden. Wer seine Fristen kennt, Nachweise aufbewahrt und die Kündigung klar formuliert, kann problemlos wechseln. Im nächsten Teil gehen wir auf Sonderkündigungsrechte ein – besonders wichtig bei Beitragserhöhungen, im Todesfall des Hundes oder nach einem Leistungsfall.

Sonderkündigungsrecht bei der Hundekrankenversicherung – alle Ausnahmen im Überblick

Nicht immer musst du bis zum Ende der Vertragslaufzeit warten, um aus deiner Hundekrankenversicherung auszusteigen. In bestimmten Situationen hast du ein Sonderkündigungsrecht – auch „außerordentliche Kündigung" genannt. Dieses Recht erlaubt dir, den Vertrag sofort oder innerhalb kurzer Frist zu beenden.

Was ist ein Sonderkündigungsrecht?

Das Sonderkündigungsrecht greift, wenn sich die Vertragsgrundlage wesentlich verändert oder das versicherte Risiko entfällt.

Das ist z. B. der Fall, wenn:

  • Der Versicherer die Beiträge erhöht.
  • Dein Hund stirbt oder verkauft wird.
  • Ein Schadensfall eingetreten ist.
  • Der Vertrag nicht mehr zu deinem Bedarf passt, weil das versicherte Interesse entfällt.

Wichtig:

Die Sonderkündigung muss immer begründet werden. Anders als bei der ordentlichen Kündigung reicht „ich kündige fristgerecht“ hier nicht aus.

1. Sonderkündigung bei Beitragserhöhung

Einer der häufigsten Gründe für eine außerordentliche Kündigung ist die Beitragserhöhung.

  • Wann darf gekündigt werden?
    Wenn die Beiträge steigen, ohne dass sich die Leistungen im gleichen Umfang verbessern.
  • Frist: In der Regel ein Monat ab Zugang der Mitteilung.
  • Nachweis: Das Schreiben des Versicherers dient als Grundlage.

Beispiel:

Du bekommst am 10. April ein Schreiben, dass deine Beiträge ab 1. Juni steigen. Wenn keine zusätzlichen Leistungen enthalten sind, kannst du bis spätestens 10. Mai kündigen – sofort und unabhängig vom regulären Vertragsende.

Tipp: Wenn der Versicherer schreibt „Beiträge steigen, aber gleichzeitig wird die jährliche Erstattung verdoppelt", gilt das nicht automatisch als Kündigungsgrund – hier solltest du prüfen, ob die Leistungserweiterung wirklich den Aufschlag rechtfertigt.

2. Sonderkündigung bei Tod oder Verkauf des Hundes

Ein weiterer wichtiger Fall:

  • Tod des Hundes: Die Versicherung endet automatisch, sobald das versicherte Risiko entfällt. Meist musst du eine Todesbescheinigung vom Tierarzt einreichen.
  • Verkauf oder Abgabe des Hundes: Auch hier besteht kein versichertes Risiko mehr. Nachweise sind z. B. ein Kaufvertrag oder eine Übergabebescheinigung.

Viele Versicherer erstatten den anteiligen Beitrag, wenn du den Jahresbeitrag bereits gezahlt hast.

Beispiel:

Dein Hund muss operiert werden. Die Versicherung übernimmt die Kosten. Sobald die Abrechnung abgeschlossen ist, kannst du den Vertrag kündigen – oder der Versicherer kann entscheiden, den Vertrag nicht weiterzuführen.

Hundehalterin kümmert sich um ihren Hund, der operiert wurde und denkt über ihr Sonderkündigungsrecht zur Hundekrankenversicherung nach

Beispiel:

Dein Hund muss operiert werden. Die Versicherung übernimmt die Kosten. Sobald die Abrechnung abgeschlossen ist, kannst du den Vertrag kündigen – oder der Versicherer kann entscheiden, den Vertrag nicht weiterzuführen.

4. Sonderkündigung bei Wegfall des Interesses

Das Kündigungsrecht greift auch, wenn das versicherte Interesse entfällt.
Beispiele:

  • Der Hund wird dauerhaft ins Ausland abgegeben.
  • Es liegt ein dauerhafter Umstand vor, der den Schutz überflüssig macht.

Hier ist entscheidend, dass ein nachvollziehbarer Grund vorliegt und dieser dokumentiert wird.

Wichtig: Nicht jede Beitragserhöhung löst automatisch ein Sonderkündigungsrecht aus. Viele Versicherer haben in ihren Allgemeinen Versicherungsbedingungen vertraglich festgelegte Anpassungen vorgesehen – zum Beispiel nach 3, 5 oder 7 Jahren. Diese sogenannten bedingungsgemäßen Erhöhungen sind bereits beim Vertragsabschluss bekannt und gelten nicht als „unerwartete" Beitragsanpassung im Sinne des § 40 VVG. Entsprechend besteht in diesen Fällen kein außerordentliches Kündigungsrecht. Es gibt zudem Tarife, die ganz auf Beitragserhöhungen verzichten, während andere regelmäßige Steigerungen ausdrücklich in den AVB geregelt haben. Entscheidend ist daher immer ein genauer Blick in den Vertrag: Nur wenn eine zusätzliche, nicht vereinbarte Erhöhung erfolgt, die nicht durch eine entsprechende Leistungserweiterung begründet ist, greift dein Sonderkündigungsrecht.

Welche Fristen gelten?

Auslöser Frist Nachweis
Beitragserhöhung i. d. R. 1 Monat ab Zugang Erhöhungs-Schreiben
Leistungsfall häufig 1 Monat nach Entscheidung Leistungsbescheid/Abrechnung
Tod des Hundes sofort Tierarzt-Bescheinigung
Verkauf/Abgabe sofort Kauf-/Übergabevertrag
Wegfall des Interesses fallabhängig, zeitnah schriftliche Erläuterung + Belege

Form & Praxis der Sonderkündigung

Auch hier gilt: Die Kündigung muss schriftlich und nachvollziehbar erfolgen. Enthalten sein sollten:

  • Versicherungsnummer
  • Name des Hundes
  • Grund der Sonderkündigung (z. B. „außerordentlich wegen Beitragserhöhung")
  • Datum des Ereignisses (z. B. Tod, Schreiben des Versicherers)
  • Bitte um Bestätigung

Ohne Grund und Nachweis ist die Sonderkündigung unwirksam!

Sonderkündigung durch den Versicherer

Nicht nur du, auch der Versicherer kann in bestimmten Fällen kündigen:

  • nach einem Leistungsfall,
  • bei Zahlungsverzug,
  • bei falschen Angaben im Antrag.

Das bedeutet: Wenn du mehrfach Rechnungen einreichst oder der Hund ernsthaft erkrankt, kann der Versicherer beschließen, den Vertrag nicht weiterzuführen. Deshalb ist es umso wichtiger, schon beim Abschluss auf faire Vertragsbedingungen zu achten.

Typische Fehler bei der Sonderkündigung

  1. Fristen übersehen – insbesondere die 1-Monatsfrist bei Beitragserhöhung.
  2. Kein Nachweis eingereicht – Kündigung ohne Todesbescheinigung oder Verkaufsvertrag.
  3. Falsche Formulierung – Kündigung als „ordentlich" statt „außerordentlich" bezeichnet.
  4. Zu spät informiert – viele Versicherer verlangen unverzügliche Meldung des Ereignisses.

Das Sonderkündigungsrecht ist ein wichtiges Werkzeug für Hundehalter, die flexibel bleiben wollen. Ob bei Beitragserhöhung, nach einem Schadensfall oder im Todesfall des Hundes – wer die Fristen kennt und sauber dokumentiert, kann schnell aus dem Vertrag aussteigen.

Im nächsten Teil erfährst du praktische Tipps, wie du Kündigung und Wechsel am besten gestaltest, welche Stolperfallen lauern und welche Fragen Hundehalter besonders oft stellen.

Verzicht auf ordentliches und/oder außerordentliches Kündigungsrecht

Wenn du für deinen Hund eine Krankenversicherung abschließt, möchtest du sicher sein, dass der Schutz langfristig bestehen bleibt. Gerade bei laufenden Behandlungen oder chronischen Erkrankungen ist es wichtig, dass der Versicherer nicht plötzlich aus dem Vertrag aussteigen kann. Deshalb spielt der Verzicht auf das ordentliche und/oder außerordentliche Kündigungsrecht eine große Rolle bei der Wahl der richtigen Hundekrankenversicherung.

Was bedeutet Kündigungsrecht in der Hundekrankenversicherung?

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Kündigungsrechten:

1. Ordentliches Kündigungsrecht:

  • Versicherer dürfen bei vielen klassischen Versicherungsverträgen und auch bei der Hundekrankenversicherung zum Ende der Laufzeit kündigen.
  • In der Hundekrankenversicherung ist das problematisch, weil der Schutz genau dann endet, wenn dein Hund älter oder bereits erkrankt ist – und du bei einem neuen Anbieter keine Versicherung mehr bekommst.

Es gibt Versicherer, die damit werben, auf das außerordentliche Kündigungsrecht zu verzichten. Auf den ersten Blick klingt das nach einem Vorteil für dich als Kunden. In der Praxis bringt dieser Verzicht jedoch kaum einen echten Mehrwert: Auch wenn das Sonderkündigungsrecht ausgeschlossen ist, kann der Versicherer den Vertrag einfach zur nächsten regulären Fälligkeit ordentlich kündigen. Für dich macht es also letztlich keinen großen Unterschied.

2. Außerordentliches Kündigungsrecht

  • Dieses greift in besonderen Fällen, z. B. nach einem Schadensfall oder bei Beitragserhöhungen.
  • Auch hier könnte der Versicherer versuchen, sich von „teuren Risiken" zu trennen.

Entscheidend für dich als Kunden ist weniger der Verzicht auf das außerordentliche Kündigungsrecht, sondern vielmehr, dass der Versicherer auf sein ordentliches Kündigungsrecht verzichtet. Denn solange dieses Recht besteht, kann der Versicherer den Vertrag nach Ablauf einer gewissen Frist jederzeit beenden – ganz unabhängig davon, ob du zufrieden bist oder nicht. Einige Anbieter gehen hier einen Schritt weiter und verzichten nach dem 3. oder 4. versicherten Jahr auf ihr ordentliches Kündigungsrecht.

Das bedeutet für dich: Ab diesem Zeitpunkt kannst nur noch du den Vertrag kündigen, nicht aber der Versicherer. Diese Regelung sorgt für echte Planungssicherheit, da du dich darauf verlassen kannst, dass dein Versicherungsschutz langfristig bestehen bleibt – auch wenn dein Tier krank wird oder hohe Kosten verursacht.

Warum ist ein Kündigungsverzicht wichtig?

Ein Verzicht auf das Kündigungsrecht bedeutet:

  • Der Versicherer verpflichtet sich, weder ordentlich noch außerordentlich zu kündigen – unabhängig davon, wie oft oder wie teuer dein Hund behandelt werden muss.
  • Du erhältst lebenslangen Versicherungsschutz für deinen Hund, solange du selbst die Beiträge zahlst.
  • Es gibt für dich als Hundebesitzer eine hohe Planungssicherheit, auch wenn dein Vierbeiner chronisch krank wird oder im Alter mehr Behandlungen benötigt.

Gerade bei Erkrankungen wie Arthrose, Diabetes oder Herzproblemen können die Kosten langfristig sehr hoch werden. Ohne Kündigungsverzicht läufst du Gefahr, dass der Versicherer den Vertrag beendet, sobald dein Hund „zu teuer" wird.

Worauf solltest du achten?

Nur einige wenige Anbieter in Deutschland verzichten automatisch auf das Kündigungsrecht. Achte deshalb bei Vertragsabschluss auf diese Punkte:

  • Steht im Vertrag ausdrücklich ein Verzicht auf das ordentliche Kündigungsrecht?
  • Ist auch das außerordentliche Kündigungsrecht nach einem Leistungsfall ausgeschlossen?
  • Handelt es sich um einen lebenslangen Vertrag, der nur von dir selbst beendet werden kann?
  • Werden diese Punkte transparent in den Versicherungsbedingungen aufgeführt?

Einige Versicherer werben aktiv damit, dass sie nicht kündigen – andere erwähnen das Thema kaum. Umso wichtiger ist es, die Bedingungen genau zu prüfen.

Dein Vorteil durch den Kündigungsverzicht

Mit einem Hundekrankenversicherer, der auf sein ordentliches und außerordentliches Kündigungsrecht verzichtet, sicherst du dir:

  • Stabilität: Dein Hund bleibt versichert, egal wie hoch die Tierarztkosten steigen.
  • Fairness: Keine Kündigung im Krankheitsfall oder im hohen Alter.
  • Schutz fürs ganze Hundeleben: Du musst nicht fürchten, dass du nach vielen Jahren ohne Versicherungsschutz dastehst.

Wichtig: Unabhängig von einem vereinbarten Kündigungsverzicht bleiben die gesetzlich vorgesehenen Ausnahmen bestehen. Dazu zählen insbesondere die Möglichkeit einer Kündigung bei Nichtzahlung von Beiträgen sowie eine Anfechtung des Vertrages bei arglistigen Falschangaben im Antrag.

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Praxis – Muster, Checklisten, Wechselstrategie & FAQ

Nachdem wir die Grundlagen (ordentliche Kündigung) und die Sonderkündigungsrechte durchgegangen sind, schauen wir uns nun die Praxis an: Wie kündigst du richtig, welche Formulierungen funktionieren, wie wechselst du clever den Anbieter, und welche typischen Fehler solltest du unbedingt vermeiden?

1. Musterbriefe für deine Kündigung

Damit du sofort loslegen kannst, haben wir dir Vorlagen für verschiedene Szenarien erstellt. Diese kannst du direkt übernehmen und mit deinen Daten anpassen.

Ordentliche Kündigung (zum Laufzeitende)

Betreff: Ordentliche Kündigung meiner Hundekrankenversicherung [Vers.-Nr. __]

Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit kündige ich die oben genannte Hundekrankenversicherung fristgerecht zum Ablauf des Versicherungsjahres am [Datum] bzw. zum nächstmöglichen Termin.
Bitte bestätigen Sie mir schriftlich den Eingang dieser Kündigung sowie das Vertragsende.

Mit freundlichen Grüßen

[Vorname Nachname]

[Adresse]

[E-Mail / Telefon]

[Ort, Datum]

Außerordentliche Kündigung wegen Beitragserhöhung

Betreff: Außerordentliche Kündigung – Beitragserhöhung / Hundekrankenversicherung [Vers.-Nr. ______]

Sehr geehrte Damen und Herren,
mit Schreiben vom [Datum, Zugang am: ..____] haben Sie mir eine Beitragserhöhung ab [Datum] mitgeteilt. Da keine entsprechende Leistungserweiterung erfolgt, mache ich von meinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch und kündige hiermit außerordentlich zum nächstmöglichen Termin.
Bitte bestätigen Sie mir den Eingang dieser Kündigung sowie das Vertragsende schriftlich.

Mit freundlichen Grüßen
[Vorname Nachname]

Außerordentliche Kündigung bei Tod oder Verkauf des Hundes

Betreff: Außerordentliche Kündigung – Wegfall des versicherten Interesses [Vers.-Nr. ______]

Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit kündige ich meine Hundekrankenversicherung außerordentlich mit sofortiger Wirkung aufgrund des Wegfalls des versicherten Interesses (Tod meines Hundes am ..____ / Verkauf am ..____).
Den entsprechenden Nachweis (Tierarztbescheinigung / Kaufvertrag) füge ich bei. Bitte bestätigen Sie mir das Vertragsende sowie eine mögliche Beitragsrückerstattung schriftlich.

Mit freundlichen Grüßen
[Vorname Nachname]

2. Checkliste: So kündigst du rechtssicher

Damit du sofort loslegen kannst, haben wir dir Vorlagen für verschiedene Szenarien erstellt. Diese kannst du direkt übernehmen und mit deinen Daten anpassen.

  • 1. AVB prüfen: Laufzeit, Kündigungsfristen und zugelassene Form (Brief, E-Mail, Fax).
  • 2. Termin ermitteln: Ende des Versicherungsjahres und spätestes Eingangsdatum berechnen.
  • 3. Grund klären: Ordentliche Kündigung oder Sonderkündigung?
  • 4. Nachweis sichern: Einschreiben, Faxprotokoll oder E-Mail-Bestätigung.
  • 5. Belege beifügen: Erhöhungsmitteilung, Tierarztbescheinigung, Kaufvertrag – je nach Fall.
  • 6. Bestätigung einfordern: Den Versicherer schriftlich um Eingangs- und Endtermin bitten.
  • 7. Nahtlosen Schutz sicherstellen: Vor Kündigung einen neuen Tarif prüfen oder abschließen.
  • 8. Unterlagen archivieren: Verträge, Schreiben und Nachweise mindestens drei Jahre aufbewahren.

3. Wechselstrategie ohne Deckungslücke

Wenn du nicht nur kündigen, sondern auch wechseln möchtest, solltest du besonders sorgfältig vorgehen:

  • Vorher vergleichen: Prüfe Leistungen, Selbstbehalte, Jahreslimits und Wartezeiten. Nutze dazu z. B. unseren Hundekrankenversicherung Vergleich

4. Häufige Fallstricke

Fehler Folge Lösung
Frist verpasst Automatische Verlängerung um 1 Jahr Reminder setzen, z. B. −100 Tage & −14 Tage vor Fristende
Kein Versandnachweis Streit über Zugang Einwurf-Einschreiben, Faxprotokoll oder E-Mail-Bestätigung nutzen
„Falsche“ Kündigungsart Unwirksamkeit oder späterer Termin Klar zwischen „ordentlich“ und „außerordentlich“ unterscheiden
Sonderkündigung ohne Nachweis Ablehnung durch Versicherer Erhöhungsbrief, Tierarztbescheinigung oder Kaufvertrag beifügen
Schutzlücke beim Wechsel Eigenkosten bei Zwischenfällen Neuen Vertrag vor Beendigung fixieren

FAQ Häufig gestellte Fragen

Wie lange ist die Kündigungsfrist?

In den meisten Verträgen beträgt sie 3 Monate zum Ende des Versicherungsjahres. Manche Anbieter bieten nach dem ersten Jahr auch ein tägliches Kündigungsrecht.

Wann darf ich außerordentlich kündigen?

Bei Beitragserhöhungen ohne zusätzliche Leistung, nach einem Schadensfall, beim Tod oder Verkauf des Hundes oder beim Wegfall des Interesses. Fristen beachten (meist 1 Monat).

Kann mein Versicherer mich kündigen?

Ja. Zum Beispiel nach einem Leistungsfall, bei falschen Angaben im Antrag oder bei Beitragsrückständen.

Muss ich bei der ordentlichen Kündigung einen Grund nennen?

Nein, ein Grund ist nicht erforderlich. Bei Sonderkündigung musst du den Anlass aber belegen.

Bekomme ich Geld zurück, wenn mein Hund verstirbt?

Ja, in vielen Fällen wird der bereits gezahlte Jahresbeitrag anteilig erstattet – ab dem Zeitpunkt, an dem das Risiko entfällt.

Wer seine Hundekrankenversicherung kündigen möchte, sollte die Unterschiede zwischen ordentlicher Kündigung und Sonderkündigungsrecht genau kennen. Mit den richtigen Mustern, klaren Fristen und einer sauberen Dokumentation bist du auf der sicheren Seite. Und: Plane frühzeitig einen möglichen Wechsel – so vermeidest du Deckungslücken und stellst sicher, dass dein Vierbeiner jederzeit optimal abgesichert ist.

Martin Markowsky

Versicherungsmakler & Hundeexperte

Martin Markowsky ist langjähriger Hundehalter, Fachautor und Gründer der DOGVERS GmbH. Praktisches Wissen über Hundehaltung und Tiergesundheit baut er durch das Leben mit seinem Hund Paule und die tägliche Arbeit mit Tierärzten, Hundetrainern und Tierschutzvereinen auf. Als ungebundener Versicherungsmakler mit 20 Jahren Erfahrung und langjähriger Hundehalter berät er praxisnah und ohne Verkaufsdruck. Über 50 Tierschutzvereine vertrauen seiner Arbeit. 2021 wurde er mit dem OMGV Award ausgezeichnet.
Martin Markowsky ist langjähriger Hundehalter, Fachautor und Gründer der DOGVERS GmbH. Praktisches Wissen über Hundehaltung und Tiergesundheit baut er durch das Leben mit seinem Hund Paule und die tägliche Arbeit mit Tierärzten, Hundetrainern und Tierschutzvereinen auf. Als ungebundener Versicherungsmakler mit 20 Jahren Erfahrung und langjähriger Hundehalter berät er praxisnah und ohne Verkaufsdruck. Über 50 Tierschutzvereine vertrauen seiner Arbeit. 2021 wurde er mit dem OMGV Award ausgezeichnet.

Martin Markowsky

Versicherungsmakler & Hundeexperte

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